Hand­chir­ur­gie

„Meine Fin­ger Krib­beln be­son­ders nachts seit Mo­na­ten und meine Hand schläft stän­dig ein!“

Mit die­sen Be­schwer­den stellt sich die 55jäh­ri­ge Frau K. beim Haus­arzt vor. Bei Ver­dacht auf Kar­pal­tun­nel­syn­drom ver­weist die­ser sie an einen Neu­ro­lo­gen, der mit Hilfe einer Mes­sung der Ner­ven­leit­ge­schwin­dig­kei­ten die Dia­gno­se be­stä­tigt. Nach die­ser Un­ter­su­chung er­scheint Frau K. in un­se­rer hand­chir­ur­gi­schen Sprech­stun­de.

Das Kar­pal­tun­nel­syn­drom ist das mit Ab­stand häu­figs­te Eng­pass­syn­drom eines pe­ri­phe­ren Nervs. Frau­en sind drei­mal häu­fi­ger be­trof­fen als Män­ner, das Er­kran­kungs­al­ter liegt zwi­schen dem 40. und 70. Le­bens­jahr, eben­falls häu­fig be­trof­fen sind Schwan­ge­re. Ur­sa­che des Kar­pal­tun­nel­syn­droms ist er­höh­ter Druck im Tun­nel. Am An­fang kann eine nächt­lich ge­tra­ge­ne Schie­ne Lin­de­rung brin­gen, meis­tens ist aber frü­her oder spä­ter eine ope­ra­ti­ve Spal­tung des Kar­pal­tun­nels not­wen­dig.

Bei seit län­ge­rem be­stehen­den Be­schwer­den und krank­haf­tem neu­ro­lo­gi­schen Be­fund wird die­ser Ein­griff bei uns am­bu­lant, mit einer Teil­nar­ko­se des Arms (Ple­xus­an­äs­the­sie), oder wahl­wei­se in einer kur­zen Voll­nar­ko­se durch­ge­führt. Der Ein­griff selbst dau­ert nur 10 Mi­nu­ten. Das Krib­beln und Ein­schla­fen der Hand ist meis­tens schon di­rekt nach dem Ein­griff nicht mehr da. Die Hand kann nach ca. 4-6 Wo­chen wie­der voll ein­ge­setzt wer­den.

anatomische Zeichnung der Hand, ein Pfeil markiert den Karpaltunnel
anatomische Zeichnung von Muskeln und Nerven der Hand und der Finger

An­sprech­part­ner

Dr. med. Maja Diana Schürch
Ober­ärz­tin

Dr. med. Klaus Reichs­tein
Chef­arzt

Chef­arzt­se­kre­ta­ri­at
0471 299-3414

Ärzt­li­che Kol­le­gen er­rei­chen uns unter: 0471 299-3661

0471 299-3566

un­fall­chir­ur­gie@klinikum-​bremerhaven.de

Sprech­stun­den

nach Ter­min­ver­ein­ba­rung