Neonatologie

Dr. med. Holger Baaske, Leitender Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (Foto: Antje Schimanke)

Ansprechpartner

Dr. med. Holger Baaske
Leitender Oberarzt; Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neonatologie, Zusatzbezeichnung Diabetologie

Kontakt

0471 299-2550 (Station 2D Neonatologie)

0471 299-3834

kinderklinik@klinikum-bremerhaven.de

Neugeborenen-Intensivstation

Wir sind eine Klinik der Versorgungsstufe II, d.h. Perinatalzentrum Level 2 und versorgen im Jahr ca. 250 Früh- und Neugeborene auf unserer Station.

Unsere Früh- und Neugeborenenintensivstation Station 2D hat insgesamt 16 Betten mit 4 Beatmungsplätzen. Wir sind ein multidisziplinäres Team aus Ärzten und Ärztinnen der Kinderklinik, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachkräften größtenteils mit Weiterbildung im pflegerischen Fachgebiet „Pädiatrische Intensivpflege“ oder „Pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege“, Physiotherapeut/innen und Psycholog/innen. Unsere Neonatologie steht in enger Verbindung mit der Klinik für Geburtshilfe und berät Schwangere mit drohender Frühgeburt auch von kinderärztlicher Seite.

Die Aufnahme von Schwangeren bzw. ihre Zuweisung aus Einrichtungen einer niedrigeren Versorgungsstufe erfolgt, wenn z. B. eines der folgenden Kriterien vorliegt:

  • Schwangere mit erwartetem Frühgeborenen mit einem geschätzten Geburtsgewicht ab 1250 g oder mit einem Gestationsalter ab 29+0 SSW
  • Schwangere mit schweren schwangerschaftsassoziierten Erkrankungen, z. B. HELLP-Syndrom oder Wachstumsretardierung des Fetus unterhalb des 3. Perzentils
  • Schwangere mit insulinpflichtiger diabetischer Stoffwechselstörung mit absehbarer Gefährdung für Fetus bzw. Neugeborenes

Hilfe für kranke Neugeborene

Weiteres Behandlungsspektrum u.a.:

  • Neugeborene mit Atemregulationsstörungen
  • Neugeborenen-Infektionen
  • Neugeborenen-Gelbsucht
  • Mehrlinge

Neben Frühgeborenen werden auch reife Neugeborene mit plötzlich auftretenden gesundheitlichen Schwierigkeiten oder nach Absprache mit teils vorgeburtlich bekannten Problemen behandelt. Im Rahmen unseres Abholdienstes für kranke Neugeborene holen wir Kinder aus den kooperierenden Kliniken (Kreiskrankenhaus Osterholz, OsteMed Klinik in Bremervörde, Helios Klinik Cuxhaven) ab und bringen sie zur weiteren Versorgung und Therapie in unsere Klinik. Außerdem besteht eine Kooperation mit dem Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess der Kinderklinik am Klinikum Bremen-Mitte (Perinatalzentrum Level I und Kinderintensivstation.)

Bei einem Neugeborenen wird mit einem Stethoskop der Brustkorb abgehört
Intensivbett für Neugeborene oder Frühgeborene auf der Neonatologie der Kinderklinik am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Ihr Besuch bei uns

Zeiten:

  • Auf der Station sind wir gerne für all Ihre Fragen da.
  • Während der Übergabe zwischen den Personen der wechselnden Schichten und der täglichen Visiten sind wir auf der Station allerdings besonders eingebunden. Bitte sprechen Sie uns während dieser Zeiten nur in dringenden Fällen an:
    • Visite: 8.30-10 Uhr
    • Übergaben: 6-6:30 Uhr, 14-14:30 Uhr, 21:45-22:15 Uhr

Sonstiges:

  • Zutritt nur mit FFP2-Maske
  • Bitte Abstands- und Hygieneregeln beachten
  • Tagesaktueller, negativer Covid-19-Schnelltest aus einem offiziellen Testzentrum erforderlich
  • Mütter sowie geimpfte Väter dürfen jederzeit zum Kind, ungeimpfte Väter maximal eine Stunde pro Tag
  • Bitte Jacken und Taschen im Spind in der Elternschleuse einschließen
     
  • Sollten Sie sich krank fühlen, krank sein oder Lippenbläschen (Herpes) haben, teilen Sie uns dies bitte vor dem Besuch bei Ihrem Kind mit!
Schmuckbild, Mutter und Frühchen beim "Känguruhen" (Quelle: Adobe Stockphotos)
Schmuckbild, Vater und Frühchen beim "Känguruhen" (Quelle: Adobe Stockphotos)

Unterstützung für Eltern

Im Rahmen der entwicklungsfördernden Pflege werden die Eltern früh in die Pflege ihres Kindes einbezogen und von den Pflegekräften, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten angeleitet. Frühes Bonding ist ein wichtiges Thema für uns. Hierzu zählt auch, dass Sie mit Ihrem Kind, sobald es der Gesundheitszustand erlaubt, „Känguruhen“ können. Das Frühgeborene wird hierzu den Eltern zum Kuscheln direkt auf die Brust gelegt und mit warmen Tüchern zugedeckt. Ihr Kind erlebt durch den Hautkontakt eine intensive Nähe zu seinen Eltern, da es den Herzschlag, die Körperwärme und -Geruch von Mutter oder Vater wahrnimmt. Dies ähnelt der Geborgenheit im Mutterleib und erleichtert dem Frühgeborenen, seine Eltern kennenzulernen.

Auf der Station stehen zwei Mutter-Kind-Einheiten zur Verfügung. Hier können die Mütter mit ihrem Nachwuchs gemeinsam die Zeit verbringen, wenn es die Situation zulässt. Zudem stehen den Müttern auf dem Klinikgelände noch zwei Appartements als Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung.

Zusätzlich zur stationären Versorgung bieten wir eine Ambulanz für die Nachsorge der Frühgeborenen und der Neugeborenen mit längerdauerndem medizinischem Betreuungsbedarf an.