Patientennachmittag zum Thema Hautkrebs

Am 19. Juni 2019 haben Hr. Dr. Michael Sachse (Ltd. Oberarzt der Klinik für Dermatologie) und Hr. Rainer Abbenseth (Oberarzt der Klinik für Dermatologie) die aktuelle Thematik der Hitzewelle aufgegriffen und im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aktuelle Stunde Gesundheit – Expertengespräche für Sie“ zum Thema „Hautkrebs 2019 - aktuelle Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung" aufgeklärt.

Die Sonne spendet Licht und Wärme, wird bei einigen Hauterkrankungen eingesetzt und spielt die Hauptrolle für die Vitamin-D-Produktion. „Wer sich vollständig der Sonne entzieht, läuft Gefahr, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln“, berichtet Hr. Dr. Sachse. Auf der anderen Seite ist die Haut, das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie schützt in erster Linie vor Umwelteinflüssen und reagiert auf zu viel Sonnenstrahlen entsprechend gereizt. „UV-Strahlung kann die Erbinformation der Haut beeinflussen. In der Folge können daraus später Hautkrebs und dessen Vorstufen entstehen. Daran sind UVA- und UVB-Anteile des Sonnenlichtes beteiligt, die auch die Hautalterung beschleunigen“, verdeutlicht der Hautexperte während des Vortrages.

Je nach Hauttyp vertragen wir unterschiedlich viel Sonnenlicht: Ein Mensch mit dem Hauttyp I hat beispielsweise sehr helle Haut, hellblonde bis rötliche Haare und eine Eigenschutzzeit von 5 bis 10 Minuten. Bei den Hauttypen II und III verlängert sich die Eigenschutzzeit auf 10 bis 20 bzw. 30 Minuten. „Schützen Sie sich und Ihre Angehörigen, denn die Haut sind die wichtigsten zwei Quadratmeter Ihres Lebens. Wenn ein extremer Sonnenschutz erforderlich ist, muss Vitamin-D gegebenenfalls auch ersetzt werden“, rät Hr. Dr. Michael Sachse.

Die besten Tipps zum Schutz Ihrer Haut

  • Nicht rot werden: Vermeiden Sie jegliche Rötungen der Haut durch zu viel Sonnenstrahlen
  • Meiden Sie deshalb starke Sonneneinstrahlung, vor allem die Mittagssonne zwischen 11:00 und 15:00 Uhr
  • Tragen Sie UV-Licht undurchlässige, sprich sonnendichte Kleidung, Sonnenbrille und am besten einen Hut
  • Sonnenschutzmittel regelmäßig, ausreichend und mit einem hauttypgerechten Lichtschutzfaktor anwenden. Cremen Sie sich gut ein, mindestens 40 ml für zwei Quadratmeter Haut, was in etwa drei Esslöffeln entspricht
  • Rechenbeispiel Lichtschutzformel: Sie sollten am besten einen Sonnenschutz mit LSF 50 verwenden. Die Formel berechnet sich wie folgt: Eigenschutzzeit x LSF

Wussten Sie schon?

Die UV-Intensität ist zwischen 11:00 und 15:00 Uhr am höchsten und am gefährlichsten für Haut und Augen. Auch die Umgebung hat Einfluss auf die UV-Strahlung: Heller Sand reflektiert bis zu 25 % und Schnee bis zu 80 % der UV-Strahlung. Mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel steigt auch die Intensität. Wolken halten die Strahlung kaum ab, die Belastung kann durch Streustrahlung bei Wolken sogar erhöht werden.

Sie haben weitere Fragen zum Thema oder möchten sich weiter erkundigen? Dann informieren Sie sich unter: www.klinikum-bremerhaven.de/hautklinik

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