Offizielle Einweihung: Hubschrauberlandeplatz

Seit Anfang Dezember 2018 ist die neue Hubschrauberlandeplattform offiziell von der bremischen Luftfahrtbehörde in Betrieb genommen worden. Seitdem sind bereits zahlreiche Rettungshubschrauber gelandet, die verletzte Personen zum Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide transportiert haben. Der Vorteil der neuen Plattform ist, dass diese direkt über einen Versorgungsturm an die ZNA und den Zentral-OP angeschlossen ist und somit einen kurzen Weg für den Patiententransport bedeutet.

Der ehemalige Hubschrauberlandeplatz, auf der „grünen Wiese“, entsprach aus vielerlei Gründen nicht mehr den heutigen Ansprüchen an eine Versorgung schwerstkranker, schwerstverletzter Patienten. Dies veranlasste das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide dazu, die Planungen für eine gebäudegestützte Hubschrauberlandeplattform in unmittelbarer Anbindung an die Zentrale Notfallversorgungseinheit und die dort integrierten Schockräume aufzunehmen.

Nicht zuletzt das „Schwerstverletztenartenverfahren“ (kurz SAV) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und das „Gestufte System von Notfallstrukturen“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (kurz G-BA) fordern eine gebäudegestützte Hubschrauberlandeplattform bzw. einen Hubschrauberlandeplatz. Er ist ein wesentlicher Qualitätsfaktor in der Versorgung Schwerstkranker.

Dank der neuen Hubschrauberlandeplattform wird das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide nach dem gestuften System von Notfallstrukturen die höchste Versorgungsstufe III erreichen und damit Vorreiter im Lande Bremen und in der Region sein. Damit untermauert das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide seine Position als Krankenhaus der Maximalversorgung für Bremerhaven und das Umland. Gerade die Offshore-Industrie profitiert von der Möglichkeit, Patienten von den Offshore-Anlagen direkt zum Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide fliegen zu können.

Technische Daten

  • Durchmesser: 30,50 m
  • Brücke: 45,00 m
  • Höhe: 22,35 m
  • Auslegung: Hubschrauber bis 12 t („Sea King“)
  • Tragekonstruktion: 280 t Stahl
  • Landedeck: Aluminiumplatten, beheizt
  • Löschanlage: Plattform in 15 s mit Löschschaum
  • Havarie Anlage: fängt Kerosin und Löschschaum auf

Die Rettungs- und Versorgungsleistungen sind somit am Standort Reinkenheide wieder vervollständigt. Dieses Großprojekt hat fast zwei Jahre Planungs- und Bauzeit eingenommen und das Ergebnis ist die modernste Hubschrauberlandeplattform Norddeutschlands.

Die offizielle Einweihungsfeier fand am 21. Mai 2019 im Klinikum statt. Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Oberbürgermeister Melf Grantz haben in ihren Reden das Klinikum zu diesem Prestige-Projekt und dessen Umsetzung beglückwünscht und die Wichtigkeit des Klinikums sowie die nun vervollständigte Notfallversorgung betont.

An dem Bauprojekt waren 25 Gewerke beteiligt. Diverse Sachverständige/Gutachter, Statiker/Planer/Vermesser, Ämter/Behörden und Prüfbüros sowie die Feuerwehr und die Entsorgungsbetriebe Bremerhaven waren involviert. Das Bauprojekt wurde innerhalb von 2 ½ Jahren mit 64 Baubesprechungen und der Einhaltung von zeitlich gesteckten Rahmen umgesetzt.

Die Baukosten lagen bei 6,18 Mio. EUR. Davon wurden 4,54 Mio. EUR aus der Finanzierung von KHG-Mitteln eingesetzt und 1,64 Mio. EUR durch Gesellschaftermittel der Seestadt Bremerhaven eingebracht.

Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide ist der Maximalversorger für die Seestadt Bremerhaven und das Umland in der Elbe-Weser-Region mit über 400.000 Einwohnern. Das kommunale Klinikum ist mit 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines der größten Arbeitgeber dieser Region. Das Klinikum hat in den letzten Jahren in vielen Bereichen in Strukturen und in die Versorgung investiert. Somit konnte das Klinikum im fünften Jahr in Folge ein positives Jahresergebnis erwirtschaften.

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