Dem Fachkräftemangel proaktiv begegnen

Am 26. März haben zehn neue Mitarbeiterinnen im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) die Qualifizierungsmaßnahme zur Patientenassistenz erfolgreich abgeschlossen. Die Teilnehmerinnen sind nun in der Lage, einfache grundpflegerische Tätigkeiten auszuüben. Künftig sollen die Patientenassistentinnen examinierte Pflegekräfte auf den internistischen Stationen unterstützen und entlasten.

„Dieser Schritt ist ein weiterer Baustein, mit dem wir dem Fachkräftemangel im Pflegebereich proaktiv begegnen wollen“, erläutert Dr. Witiko Nickel, pflegerischer Gschäftsführer am KBR. „Wir glauben, dass gut qualifizierte Pflegeassistenten einen wertvollen Beitrag auf den Stationen leisten können. Gleichzeitig ist entscheidend, dass wir mit diesem Schritt keine Kompromisse in der Versorgungsqualität eingehen“, so Nickel weiter.

Die zehn neuen Patientenassistenzen am KBR

Das bestätigt auch Departmentleitung Sonja Frerichs: „Im Alltag der Patientenversorgung gibt es Tätigkeiten, die von entsprechend geschultem Personal, aber nicht unbedingt von examinierten Pflegekräften ausgeführt werden müssen. Beispiele hierfür sind einfache Hilfestellungen beim An- und Ausziehen, oder auch die Begleitung zur Toilette. Hier können die Pflegeassistentinnen nach ihrer Qualifizierung die pflegerischen Teams auf den Stationen wirksam entlasten“, erläutert Frerichs. Anleitung und Aufsicht der durchzuführenden Tätigkeiten bleiben dabei in der Hand von examinierten Pflegekräften. Somit ist eine unverändert hohe Versorgungsqualität gewährleistet.

Die Bewerberinnen kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, bringen aber dennoch die wichtigen „Soft Skills“ für die Aufgabe mit: „Kommunikationsfähigkeit, eine hohe Serviceorientierung und Lernbereitschaft sind uns bei der Bewerberauswahl besonders wichtig gewesen – und das haben alle Bewerberinnen bereits in ihren vorherigen Jobs erfolgreich unter Beweis gestellt. Das erforderliche Fachwissen haben wir den neuen Kolleginnen nun während der Qualifizierungsphase bei uns im Hause vermittelt“, so Sonja Frerichs.

Die Dauer der Qualifizierung betrug 12 Wochen. Dabei durchliefen die Mitarbeiterinnen im wöchentlichen Wechsel Theorie- und Praxisphasen. Auf dem Lehrplan standen klassische Themen wie Hygiene, Umgang mit geriatrischen Patienten, Grundlagen der Patientenkommunikation, rechtliche Rahmenbedingungen, aber auch Hinweise zu Handlungsabläufen bei medizinischen Notfällen. Zur Sicherung des Lernfortschritts wurden unter anderem auch schriftliche Kontrollen durchgeführt.

In den kommenden drei Monaten folgen jeweils dreiwöchige Einsätze auf vier internistischen Stationen des KBR. Dabei sollen die Patientenassistentinnen die Unterschiede dieser Bereiche noch genauer kennen lernen. Ab Juli 2021 erfolgt der Einsatz dann vorerst auf diesen Stationen, perspektivisch ist auch ein Einsatz in anderen Bereichen denkbar.

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