Advanced Nursing Practice Master of Science Pflege

Master of Science Pflege – von Patrick Focken

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem stetigen Wandel, der sich auf nahezu all unsere Lebensbereiche auswirkt. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird unsere Gesellschaft immer älter. Bereits jetzt ist ein Fachkräftemangel in unserer Branche zu verzeichnen, der sich in den kommenden Jahren zuspitzen wird. Gleichzeitig werden unsere Behandlungsmethoden, sowohl auf medizinischer als auch auf pflegerischer Ebene immer vielfältiger.

Unter anderem auch, weil in der Pflegeforschung stetig neue Erkenntnisse generiert werden. Die Folgen dieser Entwicklungen sind ein komplexer werdendes pflegerisches Handlungsfeld, ein anhaltender und zunehmender Fachkräftemangel und ein Anstieg von Pflegebedürftigen mit zunehmenden Multimorbiditäten. Dies stellt uns in unserem Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Wie schaffen wir es in unserer Gesellschaft und speziell in unserem Klinikum, diese Aufgaben unter Erhalt und Verbesserung der Versorgungsqualität zu bewältigen?

Eine Antwort ist in Anlehnung an internationale Berufsbilder die Erweiterung des pflegerischen Profils um eine weitere Rolle: die Advanced Practice Nurse. Dadurch soll die Akademisierung in die direkte Patientenversorgung, also ans Bett, gebracht werden. Und diesen Schritt gehe ich nun und studiere dafür seit Ende 2018 in Hamburg an der Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Das Studium dauert 2 Jahre und schließt mit einem Master of Science in Pflege ab. Von vornherein ist man durch seine berufliche Beheimatung schon „vorspezialisiert“, in meinem Fall die Intensivpflege. Neben einer weiteren Spezialisierung auf ein bestimmtes pflegerisches Handlungsfeld unseres jeweiligen Fachbereichs erlangen wir durch verschiedene Module weitere und vertiefte Kompetenzen.

Themen sind u. a. Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft und -forschung und Change-Management. Die dadurch erlernten Fähig- und Fertigkeiten dienen dazu, Forschungsstudien richtig zu lesen, zu bewerten und die Ergebnisse in unseren Versorgungsalltag zu integrieren.

Wir werden ebenso befähigt, selber zu forschen, indem wir in quantitativer und qualitativer Forschung unterrichtet werden. Genauso erweitern wir unsere Kompetenzen in der klinischen Entscheidungsfindung. Wir lernen Assessmentinstrumente anhand von Gütekriterien zu bewerten.

Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg.

Wir werden in körperliche Untersuchungsmethoden ausgebildet, sodass wir hinterher befähigt sind, Patientinnen und Patienten mit Hilfe von Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation zu untersuchen. Ebenso dient das Studium der nationalen und internationalen Vernetzung von Pflegenden.

Doch wozu benötige ich dies alles für mein späteres pflegerisches Handeln? Und wie profitieren unsere Patienten davon? Um Ihnen ein genaueres Bild zu vermitteln, werde ich dazu in den kommenden Ausgaben der Mitarbeiterzeitung näher auf mein Studium eingehen und einzelne Aspekte vorstellen. Seien Sie gespannt!

Der vorliegende Text stellt lediglich eine Zusammenfassung dar. Den vollständigen Artikel können Sie unter folgendem Link abrufen:

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