Andrea Alsguth ist Bremer Frau des Jahres 2021

Auszeichnung durch den Landesfrauenrat Bremen

Andrea Alsguth ist vom Landesfrauenrat Bremen mit dem Titel „Bremer Frau des Jahres 2021“ ausgezeichnet worden. Die 53jährige Hygienefachpflegekraft hatte sich während der Corona-Pandemie mit großem Engagement für die Sicherheit und Gesundheit der Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) eingesetzt. Bereits am 8. Februar 2021 hatte eine neunköpfige Jury aus 27 Nominierten elf Frauen für diese Auszeichnung ausgewählt. Alsguth ist die erste Bremerhavenerin, die mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt wird.

Im Mittelpunkt der täglichen Arbeit von Andrea Alsguth stehen die Beratung, Schulung und Anleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Krankenhaushygiene. Unter der Leitung von Dr. Annette Neumann, verantwortliche Krankenhaushygienikerin, ist Alsguth Teil eines insgesamt fünfköpfigen Teams im KBR. „Ich freue mich sehr für Frau Alsguth, die ich nicht nur als wertvolles Teammitglied, sondern auch persönlich als Mensch sehr schätze. Darüber hinaus freue ich mich, dass mit dieser Ehrung die Arbeit der Krankenhaushygiene nicht nur im KBR selbst, sondern auch in den Augen der Öffentlichkeit als wertvoll anerkannt wird“, so Neumann zu der Ehrung von Andrea Alsguth.

Während der Corona-Pandemie hatte sich das Thema in der Tat zu einem Fachgebiet von essenzieller Bedeutung entwickelt. Das weiß auch Dr. Witiko Nickel, pflegerischer Geschäftsführer am KBR: „Unser Schutzkonzept haben wir seit Anbeginn der Pandemie permanent überprüft und laufend angepasst“, so Nickel. Das bedeutet oft, kurzfristig viele der rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neue Regeln und Maßnahmen einzustimmen. In der Praxis geht es dabei zum Beispiel um das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung, die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln, aber auch um das Verhalten während der Pausenzeiten. „Wir schätzen nicht nur die hohe fachliche Kompetenz von Frau Alsguth. Ihre besondere Stärke, Verantwortung zu übernehmen und die Kollegen bei den notwendigen, aber eben manchmal auch unangenehmen Maßnahmen mitzunehmen, ist großartig. Wir sind stolz darauf, eine so tolle Kollegin in unserem Team zu haben“, kommentiert Nickel die Auszeichnung.

Der Schutz von Patientinnen und Patienten ist ein ganz persönliches Anliegen von Andrea Alsguth: „Wer im Krankenhaus liegt, ist nicht gesund und deshalb besonders schutzbedürftig. Mit der Arbeit unseres Teams wollen wir das Infektionsrisiko für unsere Patientinnen und Patienten so weit wie irgend möglich minimieren“, beschreibt Alsguth ihre Motivation. Das gleiche gilt für den Schutz ihrer Kolleginnen und Kollegen: „Insbesondere die Arbeit mit direktem Kontakt zu Corona-Patienten birgt ein hohes Risiko für das Team. Nur wer sich adäquat dabei verhält und ausreichend schützt, bleibt gesund. Und nur wer gesund ist kann weiter für seine Patientinnen und Patienten da sein – das ist jetzt gerade wichtiger denn je“, unterstreicht Alsguth die Bedeutung ihrer Arbeit.

 

Über die Auszeichnung

Die bereits seit vielen Jahren etablierte Auszeichnung stand 2021 unter dem Motto „Bremer und Bremerhavener Corona-Heldinnnen“. In diesem Jahr sollen insbesondere Bandbreite und Bedeutung der systemrelevanten Berufe der ausgezeichneten Frauen unterstrichen werden. Für die Nominierung einer Mitarbeiterin aus dem KBR hatte sich Silke Hauer, Frauenbeauftragte des Klinikums eingesetzt: „Diese besondere Auszeichnung ist eine tolle Wertschätzung für den täglichen Einsatz aller Frauen im Gesundheitswesen. Im vergangenen Jahr hat uns die Pandemie deutlich gezeigt, wie wichtig gerade der Pflegeberuf für unsere Gesellschaft ist – und Frauen sind die tragende Säule dieser Berufsgruppe. Was wir brauchen, ist eine Diskussion auf gesellschaftlicher und politischer Ebene über leistungsgerechte Entlohnung und faire Arbeitsbedingungen“, so Hauer.

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