Geriatrie feiert 20-jähriges Bestehen

Klinik für Akutgeriatrie und geriatrische Frührehabilitation am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide feiert 20-jähriges Bestehen / Versorgung von Patienten ist regional gefragt

Die Deutschen werden immer älter. Das gilt auch für Krankenhauspatienten. Ältere Patienten haben altersspezifische Beschwerden und leiden in der Regel an mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Um sie kümmert sich in Bremerhaven die Klinik für Akutgeriatrie und geriatrische Frührehabilitation am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide. Vor genau 20 Jahren, am 11. November 1999, wurde die Geriatrie am Standort eröffnet.

Die Klinik startete am KBR mit zwei Stationen mit 50 Betten und einer Tagesklinik mit 15 Plätzen. Seitdem ist die Abteilung stark gewachsen und mittlerweile die größte geriatrische Einrichtung der Region. Seit der letzten Erweiterung 2018 stellt die Klinik insgesamt 90 Betten, verteilt auf vier Stationen und einer Tagesklinik mit 12 Plätzen. „Der Bedarf ist da“, so Chefarzt Dr. Helmut Ackermann. „Wir haben nicht nur die Bettenzahlen erhöht, es sind auch neue Therapieräume und Untersuchungsmöglichkeiten dazu gekommen wie z.B. die flexible endoskopische Schluckdiagnostik.“ Im Bereich der Pflege kümmern sich 14 Pflegekräfte pro Station um die ganzheitliche Betreuung und Versorgung.


In der Geriatrie werden am KBR überwiegend Patienten mit alterstypischen Problemen und Erkrankungen, die die Aktivitäten des täglichen Lebens stark beeinträchtigen, behandelt. Beispiele hierfür sind Stürze, Verwirrtheit oder Immobilität. „Unser Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Patienten zu fördern und bis ins hohe Lebensalter zu erhalten. Da gibt es für uns beim Alter keine Grenze. Die älteste Patientin, die wir erfolgreich nach Hause entlassen konnten, war 104 Jahre alt“, berichtet Stationsleiterin Alexandra Bechmann. Voraussetzung hierfür ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Therapeuten, Ärzten Krankenpflege, Sozialarbeitern und individuellen im Team besprochenen Behandlungsplänen. „Die Arbeit im interdisziplinären Team ist Voraussetzung, um umfassend unterstützen und versorgen zu können“, so Ackermann. Im Anschluss an einen stationären Aufenthalt oder als Alternative ist eine geriatrische Versorgung in der Tagesklinik des Klinikums möglich, in der die Defizite der notwendigen Alltagsaktivitäten der Patienten weiter therapiert werden.

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