Studien

Eigene Studie des Hautkrebszentrums Bremerhaven

Patientenbefragung zur Meldepflicht bei Krebserkrankung

Eine Krebserkrankung stellt für den Patienten eine einschneidende Erfahrung in einem hochintimen Bereich dar. Ärzte sind dabei, wie bei jeder Behandlung eines Patienten, der ärztlichen Schweigepflicht unterworfen. Über die Behandlung oder die Erkrankung ihres Patienten dürfen Ärzte gegenüber Dritten keinerlei Äußerungen tätigen. Das seit Mai 2015 in Kraft getretene und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt gebliebene „Bremer Krebsregistergesetz“ setzt die ärztliche Schweigepflicht teilweise außer Kraft und verpflichtet die Ärzte sogar unter Strafandrohung dazu, ihre Patienten namentlich und mit Anschrift einer sogenannten „Vertrauensstelle“ zu melden. Ein Widerspruch gegen diese Meldepflicht ist dem Patienten nicht möglich. Er kann lediglich verlangen, dass seine Daten in der „Vertrauensstelle“ „pseudonymisiert“ werden. Der bis dahin erfolgten namentlichen Meldung kann er nicht widersprechen.

Wir möchten mit Hilfe der Fragebogenuntersuchung herausfinden, inwieweit die Patienten dieses Vorgehen behördlicher Stellen zum einen als richtig oder falsch, zum anderen aber auch als bedrohlich oder beängstigend empfinden. Dabei wäre es interessant zu sehen, ob der Einzelne seine individuellen Vorstellungen des persönlichen Datenschutzes als wichtiger erachtet als eine möglichst detaillierte epidemiologische Forschung. Eine solche Untersuchung wurde noch nicht durchgeführt. Weiterhin möchten wir die Befragung dahingehend ausweiten, herauszufinden, ob und wenn ja, inwieweit auch Hautkrebspatienten ihre Erkrankung als Stigmatisierung erleben. Abschließend möchten wir eruieren, ob unsere an Hautkrebs erkrankten Patienten darüber hinaus besonders ängstlich sind. Hier möchten wir gerne überprüfen, ob generell ängstliche Patienten möglicherweise auch eher dazu neigen, die namentliche Pflichtmeldung als Bedrohung aufzufassen.

Alle Fragebögen werden anonym erhoben und ausgewertet.

Weitere Studien bei verschiedenen Hauttumoren

Es besteht eine enge Kooperation mit dem Hauttumorzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover (Leitung Prof. Dr. med. R. Gutzmer).

Sprechstunden

Präoperative Sprechstunde

Rainer Abbenseth

Montag u. Mittwoch
13:30 Uhr bis 15:30 Uhr,
sowie nach Vereinbarung

0471 299 - 3273


0471 299 - 3518

Hauttumorsprechstunde

Dr. med. Michael M. Sachse

Dienstag 09:30 Uhr bis 11:00 Uhr, 

Mittwoch 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr,

sowie nach Vereinbarung

0471 / 299 - 3874


0471 / 299 - 3518

Das Hautkrebszentrum beteiligt sich aktuell an den nachfolgenden Beobachtungsstudien:

„Psychosoziale Belastung und Unterstützungswunsch bei Patienten mit malignem Melanom"
Studienzentrum: Universitätshautklinik Greifswald, Dr. med. Arnold

„Nicht-interventionelle Studie Nivolumab Monotherapie oder zur Kombination von Nivolumab mit Ipilimumab (NIS-NICO)“
Studienzentrum: Universitätshautklinik Essen, Prof. Schadendorf

Für weiterführende Erläuterungen zu den o.g. Studien stehen Ihnen die Study Nurses des Hautkrebszentrums (Frau Gercken-Riedel und Frau Blanck) oder Dr. med. Sachse gerne zur Verfügung.