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Ernährungsberatung
Unsere Ernährung übt einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden aus. Dabei kann es schwierig sein, aus der Vielzahl von Ratschlägen den individuell richtigen Weg zu finden. Für unsere Patienten und Patientinnen, insbesondere bei Darmkrebs, bieten wir deswegen eine Ernährungsberatung durch unsere Diätassistentin Sabine Leifermann an.
Kontakt
Sabine Leifermann
Diätassistentin (VDD)
sabine.leifermann@klinikum-bremerhaven.de
Telefonische Anfragen bitte über das Sekretariat des Darmkrebszentrums:
Telefon 0471 299-2426 (erreichbar montags – freitags von 9:00 bis 13 Uhr)

Sabine Leifermann
Diätassistentin (VDD)
sabine.leifermann@klinikum-bremerhaven.de
Telefonische Anfragen bitte über das Sekretariat des Darmkrebszentrums:
Telefon 0471 299-2426 (erreichbar montags – freitags von 9:00 bis 13 Uhr)

Künstlicher Darmausgang (Stoma)
Für manche Menschen mit Darmkrebs ist die vorübergehende oder dauerhafte Anlage eines Stomas (künstlicher Darmausgang) zwingend erforderlich. Grundsätzlich ist es zu unterscheiden, in welchem Darmabschnitt sich dieser künstliche Darmausgang befindet. Das Ileostoma bezeichnet das Stoma im Dünndarmbereich, das Kolostoma im Dickdarm.
Während der ersten Zeit nach Anlage eines Stomas ist die Ausscheidung immer dünnflüssig. Reduzieren Sie nicht aus Angst vor anfänglichen Durchfällen Ihre Ess- und Trinkmenge! Sie benötigen Energie, Nährstoffe sowie Wasser und sollten der Gefahr einer Mangelernährung vorbeugen.
In der folgenden Zeit nach Stomaanlage kann es völlig normal sein, dass der Darm mit Unverträglichkeiten und/oder Blähungen reagiert. Bei den meisten Patientinnen und Patienten haben sich diese Probleme nach etwa drei bis sechs Monaten wieder normalisiert. Lassen Sie nach Operation dem verbleibenden Darm Zeit, sich an die neue Situation anzupassen. Deshalb: Eine spezielle Stoma-Diät gibt es nicht.
Tipps für die Ernährung bei Stoma
Leiden Sie unter Durchfällen und dünnflüssigen Stühlen? Folgende Lebensmittel und Lebensmittelinhaltsstoffe können je nach individueller Verträglichkeit Einfluss auf die Stuhlfestigkeit nehmen:

- Getränke: gekochte Milch, Kakao, Rote Bete-Saft, Heidelbeer-Blaubeersaft, schwarzer Tee
- Gemüse: Mais, Sellerie, gekochte Möhren, gekochte Kartoffeln
- Obst: Bananen, geriebener Apfel, Heidelbeeren, Blaubeeren, Rosinen (ungeschwefelt), Nüsse, Kokosflocken
- Getreideprodukte: Weißbrot (ein Tag alt), Zwieback Haferflocken, Schmelzhaferflocken, weißer Reis, Nudeln
- Milchprodukte: Hartkäse

- Getränke: rohe Milch, alkoholische Getränke, Kaffee
- Gemüse: Kohlgemüse, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Bohnen, Spinat
- Obst: rohes Obst, getrocknete Pflaumen
- Scharfe Gewürze: Paprika, Chili, schwarzer Pfeffer
- Zubereitungsart: scharf Gebratenes

- Getränke: Kümmel-, Fenchel-, Anistee, Heidelbeer- und Blaubeersaft
- Obst: Heidelbeeren, Blaubeeren, Preiselbeeren
- Milchprodukte: Joghurt (nicht wärmebehandelt)
- Gewürze: Kümmel (muss zur Entfaltung einer antiblähenden Wirkung immer kurz aufkochen)

- Getränke: kohlensäurehaltige Getränke (Mineralwasser, Brausen, Bitter Lemon, Schweppes), alkoholische Getränke mit Kohlensäure (Sekt, Prosecco, Bier), Kaffee
- Gemüse: Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Schwarzwurzeln, Pilze
- Obst: frisches Obst, Birnen, Rhabarber
- Getreideprodukte: frisches Brot, Eiernudeln
- Eierprodukte: Eier, auch Eiprodukte wie z.B. Mayonnaise

- Getränke: Heidelbeersaft, Blaubeersaft, Preiselbeersaft
- Gemüse: grüner Salat
- Kräuter: Petersilie
- Obst: Heidelbeeren, Blaubeeren, Preiselbeeren
- Milchprodukte: Joghurt (nicht wärmebehandelt)

- Gemüse: Kohlgemüse, Bohnen, Spargel, Pilze, Zwiebeln, Knoblauch
- Kräuter: Schnittlauch
- Fisch/Fleisch/Ei: Eier, auch Eiprodukte, Fleisch/Fisch besonders geräuchert oder gebratenen
- Milchprodukte: Käse, vollreife, vollaromatische Käsesorten, Hartkäse
- Scharfe Gewürze: Paprika, Chili, schwarzer Pfeffer

- Fruchtsäuren (z.B. aus Zitrusfrüchten)
- Gemüsesäure (z.B. aus Tomaten oder eingelegtem Gemüse wie „Mixed Pickles“)