Karatetraining bei Parkinson!?

Mit einer Parkinsonerkrankung können unterschiedliche Beschwerden einhergehen. Koordinations- und Bewegungsstörungen sind nur einige Symptome, mit denen erkrankte Menschen zu kämpfen haben. Die Diagnose Parkinson ist für Betroffene ein Schock – denn sie ist endgültig. Für Betroffene ist es daher entscheidend, körperlich und geistig aktiv zu bleiben. Dabei können gemeinsame und regelmäßige sportliche Aktivitäten helfen, die Kontrolle der Bewegung zu verbessern.

Herr Dr. Helmut Ackermann, Chefarzt der Klinik für Akutgeriatrie und geriatrische Frührehabilitation am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide, setzt sich seit Jahren für die Bewegungstherapie bei Parkinson erkrankten Menschen ein. Er selbst trägt den schwarzen Gürtel und hatte von einem Projekt der Universität Regensburg gelesen, bei dem Betroffene durch Karatetraining eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht hatten.

Nach gut einem Jahr sind auch in Bremerhaven die Ergebnisse spürbar. „Obwohl man das als Außenstehender nicht sofort sehen würde, ist zwischen dem Einstieg in das Training mit den Patienten bis zum Ergebnis heute deutlich etwas passiert“, so Herr Dr. Ackermann zu der beeindruckenden Entwicklung der Teilnehmer.

Herr Dr. Ackermann begleitet das Projekt gemeinsam mit Herrn Dr. Holger Honig, Oberarzt der Klinik für Neurologie. „Wir können bei der Parkinsonerkrankung keine Heilung schaffen, sondern immer nur versuchen, die Symptome optimal zu behandeln. Da liegt unser Fokus – einmal mit Medikamenten, aber dann auch mit nicht-medikamentösen Therapien. Hierbei kann Karate ein Baustein sein, der sinnvoll ist“, so Herr Dr. Honig zur Wichtigkeit des Projektes.

Vor allem wollen Sie die Patienten befragen, um zu sehen, inwieweit das Training im Alltag hilft. Denn der Verlust der motorischen Fähigkeiten wirkt sich auch auf die Psyche aus.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie folgend.

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