Leistungsspektrum der Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Zahnmedizin

Unsere Praxis mit der Klinik deckt traditionell ein sehr weites Behandlungsspektrum ab. Durch unsere Anbindung operieren wir die gesamte „große“ Mund- Kiefer und Gesichtschirurgie einschließlich rekonstruktiver Transplantationstechniken, Fehlbildungen und Traumatologie. Einen großen Boom erleben wir seit Jahren in der „kleinen“ Kieferchirurgie, insbesondere mit der Implantologie. Wir haben unsere Praxisstandorte konsequent darauf eingestellt. Heute verfügen wir über digitale diagnostische Geräte (OPG und DVT), Planungssoftware zur Vorbereitung von operativen Eingriffen für Implantate und computerassistierte OP-Navigation.

Zahnchirurgie

Die zahnärztliche Chirurgie wird in aller Regel ambulant und mit lokaler Betäubung durchgeführt. Sie umfasst hauptsächlich die Entfernung (Extraktion) von Zähnen sowie die Wurzelspitzenresektion.

Die Extraktion oder operative Entfernung eines Zahnes gehört zu den am häufigsten durchgeführten zahnchirurgischen Eingriffen. Nach einer sorgfältigen klinischen und röntgenologischen Untersuchung erfolgt werden unsere Patienten schonend und lokal betäubt. Der eigentliche Eingriff dauert in der Regel nur wenige Minuten. Liegen bei dem Patienten schwerwiegende Allgemeinerkrankungen vor oder nimmt er Medikamente zur Blutverdünnung, müssen solche Eingriffe auch teilweise unter stationären Bedingungen und unter Überwachung eines Anästhesisten erfolgen.

Immer wieder entfernen wir Weisheitszähne, die im 17. bis 18. Lebensjahr durchbrechen. Gibt es für sie im Ober- und Unterkiefer nicht genug Platz, können Zahnverschiebungen in seltenen Fällen auch Entzündungen mit Abszessen oder Zysten entstehen. Die Entfernung dieser Zähne erfolgt regelhaft in Lokalanästhesie. So ein Eingriff dauert länger als eine einfache Zahnextraktion und bringt in der Regel eine Arbeitsunfähigkeit von einigen Tagen mit sich.

Bei der Wurzelspitzenresektion handelt es sich um einen operativen Eingriff zum Erhalt eines Zahnes. Wenn bei toten (devitalen) Zähnen eine Wurzelbehandlung durch den Zahnarzt nicht erfolgreich war oder wenn sich größere Entzündungen bzw. Zysten an der Wurzelspitze eines Zahnes befinden, ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig, um den Zahn zu erhalten. Bei dieser Operation wird ein Schnitt im Bereich der Wurzelspitze des Zahnes durchgeführt. Anschließend wird der Knochen über der Wurzelspitze mit einem Bohrer abgetragen, dann die Wurzelspitze sowie das umgebende entzündliche Gewebe entfernt. Zum Schluss wird der Wurzelkanal des Zahnes gesäubert und mit einer Füllung versorgt. Durch diesen Eingriff können viele Zähne, die sonst entfernt werden müssten, erhalten und größere, teurere Zahnersatzlösungen vermieden werden.

Nach den Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung müssen bei Patienten über 12 Jahren  diese Operationen unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Eine Behandlung in Vollnarkose ist möglich, muss aber von Ihnen –medizinische Indikationen ausgenommen- als Privatleistung an den Narkosearzt bezahlt werden. Sprechen Sie uns dazu an, haben Sie aber auch Verständnis, dass wir diese Regelungen nicht erfunden haben, wir müssen nur umsetzen!

Implantologie

Zahnimplantate sind in Prinzip künstliche Zahnwurzeln, die anstelle fehlender Zähne in den Kieferknochen eingesetzt werden.

Unsere Patienten erwartet ein eingespieltes Team mit über 20-jähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Implantation und der unterschiedlichen Systeme für den Knochenaufbau. Unsere Behandlung beginnt mit der Auswertung aller Bildaufnahmen, die wir mittels unseres DVT-Geräts aufnehmen. Am Computer können wir die Rekonstruktion in 3D genau planen. Erst prüfen wir, ob der Patient die Implantat-Materialien gut verträgt, dann führen wir die Operation in einem unserer modernen OP-Räume bei örtlicher Betäubung oder auch Vollnarkose durch. Bei diesem weitestgehend schmerzfreien Eingriff wird an der geplanten Stelle die Schleimhaut zur Seite gelegt und das „Implantatbett“ stufenweise aufbereitet. Nach dem Befestigen des Implantats wird das Zahnfleisch vernäht. Bei guter Nachsorge durch Kühlen, Umschläge und der Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten lassen sich Komplikationen wie Schwellungen weitestgehend vermeiden. Um den Heilprozess zu verkürzen, setzen wir nach der Implantat-OP gegebenenfalls Laserstrahlen ein.

Letztendlich hängt die Lebensdauer eines Zahnimplantats wie die der eigenen Zähne von guter Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen ab.

Es gibt rund 80 größere Hersteller, die über 300 unterschiedliche Implantatformen anfertigen. Selbstverständlich verwenden wir nur anerkannte, seit vielen Jahren getestete und verbesserte Implantatsysteme, deren Sicherheit und Haltbarkeit in Langzeituntersuchungen belegt wurde. Empfehlenswert sind Implantate aus dem sehr körperverträglichen (biokompatiblen) Metall Titan. Sie sind schrauben- oder zylinderförmig und halten höchsten Belastungen stand. Ihre speziell bearbeitete Oberfläche fördert die Wundheilung. Für diese Zeit erhalten Implantat-Patienten einen provisorischen Zahnersatz. Erst wenn das Implantat nach zwei bis sechs Monaten fest im Kiefer verankert ist, darf es mit einer Krone oder Brücke belastet werden.

Die Vorteile von Implantaten auf einen Blick:

Niemand sieht, dass Sie Implantate tragen. Implantate sitzen fest und sicher. Wenn Sie sprechen oder lachen kann nichts mehr verrutschen oder herausfallen. Sie spüren Ihre Implantate nicht und können alles mit ihnen essen.

Implantate verhindern in zahnlosen Kieferbereichen den fortschreitenden Knochenabbau. Denn Kauen fördert den Aufbau und Erhalt des Kieferknochens.

Implantate schonen die Nachbarzähne und lassen sich auch dann einsetzen, wenn die Zahnlücke seit Jahren besteht. Dank der künstlichen Wurzeln lassen sich sowohl einzelne Zähne ersetzen als auch größere Zahnlücken schließen.

Implantate sind für die dauerhafte Befestigung von Zahnprothesen und Brücken besonders geeignet. Sogar komplett zahnlose Ober- und Unterkiefer können durch Implantate wieder mit Zähnen bestückt werden.

Zahnimplantate sind für jeden geeignet, der ausgewachsen ist. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Allerdings bei wenigen Krankheitsbildern empfiehlt es sich, auf Implantate zu verzichten. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

Tumorchirurgie

Bei Tumoren im Kopf- und Halsbereich sind prinzipiell gutartige und bösartige Tumoren zu unterscheiden. Die Diagnose „Tumor“ (lat.: Schwellung) bedeutet damit keinesfalls eine lebensbedrohliche Erkrankung. Die Bösartigkeit eines Geschwulstes leitet sich im Wesentlichen von drei Charakteristiken ab:

1. von zerstörendem, schrankenlosem Wachstum,

2. von der Metastasierung (Bildung von Tochtergeschwülsten an anderen Stellen des Körpers)

3. von der Grad der Entartung –also Bösartigkeit der Zellen (die Tumorzellen haben immer weniger Ähnlichkeit mit den gesunden Zellen des betreffenden Organs).

Alle Tumoren müssen entfernt werden, auch die Gutartigen. Auch diese können durch ihren Wachstumsdruck können sie Schäden an Nachbargeweben verursachen. Manchmal können sie sogar bösartig entarten.

Da eine Unterscheidung in „gut“ und „böse“ – wie im richtigen Leben – zu einfach wäre, gibt es auch Grenzgänger, die „örtlich“ (ein bisschen) böse sind. Sie erfüllen die Merkmale „Entartung“ und „zerstörendes Wachstum“, setzen aber keine Metastasen.

Tumore der Gesichtshaut

Basaliome (auch: Basalzellkarzinome oder weisser Hautkrebs)

Diese Tumore entstehen bis auf seltene Ausnahmen im höheren Erwachsenenalter – vor allem im Bereich der stark sonnenbelichteten Hautbezirke Nase, Ohren, Stirn. Sie sind chronischen Lichtschäden zuzuordnen, die nicht durch ein oder zwei Sonnenbrände bedingt sind, sondern durch ein langes Leben an der frischen Luft. Seeleute, Maurer, Landwirte und blasse und/ oder rothaarige Menschen mit empfindlicher Haut sind von Basaliomen besonders betroffen. Diese Tumore müssen mit einem kleinen Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe entfernt werden. Diese Eingriffe werden in aller Regel in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. Dennoch sollten Patienten, die einmal ein Basaliom gehabt haben, regelmäßig in (haut)ärztlicher Kontrolle bleiben, da sich auch an anderen Stellen ein Basaliom entwickeln kann.

Maligne Melanome (auch: schwarzer Hautkrebs)

Von der Entstehung her ist dieser Tumor dem Basaliom sehr ähnlich. Auch er ist durch zu häufige Einwirkung von ultraviolettem (UV-)Licht bedingt. Er ist jedoch sehr bösartig und geht von anderen Zellen aus, den Melanozyten. Da diese für die Pigmentierung (Bräunung) der Haut zuständig sind, sieht ein malignes Melanom in aller Regel tiefbraun bis bläulichschwarz aus. Das maligne Melanom muss unbedingt so früh wie möglich erkannt und radikal entfernt werden, da es zu den am leichtesten metastasierenden (streuenden) Tumoren überhaupt zählt. Je nach Stadium und Alter des Patienten ist zusätzlich eine Chemotherapie notwendig. Bei rechtzeitiger Erkennung und vollständiger Entfernung ist das Melanom allerdings gut heilbar.

Naevus (auch: Muttermal)

Der häufigste gemeinsame Verwandte von Melanom und Basaliom ist der Naevus, umgangssprachlich „Muttermal“ genannt. Ein Naevus ist an sich völlig harmlos, wenn er sich allerdings verändert, sollte vom Hautarzt geprüft werden, ob es Hinweise auf einen Übergang in ein Melanom gibt. In solchen Fällen, oder wenn ein Muttermal einem Basaliom ähnelt, sollte es in einem kleinen Eingriff entfernt und das Gewebe vom Pathologen untersucht werden, um die Diagnose zu sichern.

Tumore in der Mundhöhle

Gutartige Tumore der Mundhöhle

Tumore in der Mundhöhle, die von der Mundschleimhaut ausgehen, sind in der Regel gutartig. Es gibt eine Anzahl von harmlosen Gewebsvermehrungen wie Narbenknoten an der Zunge, Randfibrome bei schlecht sitzenden Pothesen oder Entzündungsgewächse, oft von einem Zahn ausgehend. Veränderungen sollten immer entfernt werden, da die Unterscheidung in gut oder böse nur durch den Pathologen möglich ist.

Plattenepithelkarzinom (Krebs der Mundhöhle)

Das Plattenepithelkarzinom ist der bösartige Mundhöhlenkrebs und entsteht meistens infolge langjähriger Mundschleimhautschädigung durch übermäßigen und regelmäßigen Alkohol- und Zigarettengenuss, häufig begleitet durch schlechte Mundhygiene. Die Therapie besteht aus Chirurgie, Strahlen- und Chemotherapie. Als Tumorzentrum wird nach Untersuchung durch die Tumorkonferenz erarbeitet, welche dieser Maßnahmen mit welcher Radikalität ergriffen werden sollten. Im Gespräch mit Ihnen entscheiden wir gemeinsam welche Behandlungsstrategie sich anbieten. Wie bei allen eingreifenden Therapien steht Ihr Wunsch mit Mittelpunkt unserer ärztlichen Bemühungen.

Weitere Tumorerkrankungen

Tumorerkrankungen können alle Gewebe des Kopfes erfassen und werden in kollegialer Zusammenarbeit der verschiedenen Fachärzte im Tumorzentrum diskutiert und eine Behandlungskonzept entworfen. Bei einem großen Krankenhaus können Sie darauf vertrauen, dass wir für Sie die richtigen Experten haben.

Wir nehmen uns Zeit für die ausführliche Beratung und Begleitung unserer Patienten mit Tumorerkrankungen.  Kein Tumor und kein Mensch sind wie der andere ist. Wir haben in unserer Tumorkonferenz kurze Dienstwege zu allen Kollegen anderer Fachgebiete, die an der Therapie dieser Erkrankung beteiligt sind, so dass die Behandlung „aus einer Hand“ erfolgt.

Traumachirurgie

Behandlung von Gesichtsverletzungen (Traumazentrum)

Angeschlossen an ein Krankenhaus der Maximalversorgung betreuen wir die Notfälle in der Kiefer- Gesichtschirurgie, und stehen dafür rund um die Uhr, 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr in Bereitschaft. Unser Krankenhaus wird von Rettungshubschraubern angeflogen. Für schwer verletzte Patienten ist das KBR Oberzentrum im Elbe-Weser Dreieck. Häufig erleiden diese Verletzten auch Schäden im Kiefer- und Gesichtsbereich. Wir versorgen Jochbein- und Augenhöhlenbrüche, Brüche von Unterkiefer, Mittelgesicht und Nasenbein, Zahnfrakturen und Luxationen (Verstauchungen und Verzerrungen an Gelenken) sowie ausgedehnte Weichteilverletzungen (Zahnfleisch). Als Teil des Traumazentrums am KBR arbeiten wir eng mit allen anderen Kollegen der benachbarten Fachdisziplinen zusammen.

Fehlbildungschirurgie

Die häufigste angeborene Fehlbildung unseres Fachgebiets sind die Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten (LKG-Spalten). LKG-Spalten sind mit 1 Spalte pro 500 Geburten die zweithäufigste Fehlbildung nach dem Klumpfuß. Man weiß heute sehr viel über die Entstehung dieser Fehlbildungen und kann sie in weiten Teilen so operieren, dass kaum sichtbare Narben zurückbleiben.

Lippen- und Kieferspalten entstehen am 30. Tag, Gaumenspalten am 60. Tag der Schwangerschaft. Diese Fehlbildungen entstehen aufgrund einer genetischen Veranlagung oder äußeren Faktoren wie Röntgenstrahlung oder Medikamenteneinfluss an den „empfindlichen“ Tagen. Wenn in den Familien der Eltern bereits Spaltbildungen vorhanden sind, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder ebenfalls diese Fehlbildung aufweisen. Heute wird die Diagnose einer Spaltbildung häufig bereits beim Ultraschall vor der Geburt gestellt, so dass sich die Eltern in Ruhe auf das besondere Aussehen ihres Babys vorbereiten können. Dieser Umstand gibt uns Zeit, die Eltern schon vor der Geburt umfassend über die Abfolge der Therapieschritte zu beraten.

Nach der Geburt eines Kindes mit einer Gaumenspalte wird sofort ein Abdruck des kleinen Oberkiefers genommen, damit eine perfekt sitzende, weich bleibende Platte angefertigt werden kann, die die Spalte im Mund verschließt. Dies ermöglicht dem Kind, zu saugen und somit an der Brust oder aus der Flasche zu trinken. Da die Muskeln des weichen Gaumens sich nicht normal zusammenziehen können, funktioniert der Druckausgleich im Mittelohr, den wir als befreiendes Knacken im Ohr beim Starten und Landen eines Flugzeugs kennen, nicht richtig. Unbehandelt bildet sich dadurch ein Erguss im Mittelohr aus, der immer mehr eindickt und über Jahre zur Ertaubung führt. Hier kann der HNO-Arzt durch Einlage eines Paukenröhrchens wirkungsvoll helfen, so dass diese Komplikation heute nicht mehr vorkommt.

Lippenspalten werden ca. im vierten Lebensmonat operiert, so dass schon sehr früh ein normales Aussehen des Kindes hergestellt werden kann. Spalten des weichen Gaumens werden mit neun bis zwölf Monaten operiert, um dem kleinen Patienten von Beginn an eine normale Sprachentwicklung zu ermöglichen. Sollte der harte Gaumen ebenfalls gespalten sein und diese Spalte für einen Verschluss zusammen mit dem weichen Gaumen zu breit sein, wird dieser Teil der Spalte im Kleinkind- bis Kindergartenalter verschlossen. Spalten des (zahntragenden) Kiefers werden verschlossen, bevor der bleibende Eckzahn an die Oberfläche kommt. Das ist in der Regel mit neun bis elf Jahren der Fall. Der letzte operative Schritt bei Lippen- oder Kieferspalten besteht in einer Nasenkorrektur wenn das Wachstum mit etwa 18 Jahren abgeschlossen ist.

Noch eine Beruhigung für alle Eltern von Kindern mit Spalten: Ihr Kind ist genauso intelligent wie alle anderen Kinder.

Plastische Gesichtschirurgie

Plastisch-ästhetische Gesichtschirurgie

Es heißt, das Gesicht sei der Spiegel der Seele. Viele Menschen müssen unter dieser Wahrnehmung leiden. Denn wer nach einer Operation oder genetisch bedingt optisch von der Norm abweicht, hat es im Leben oft schwer. Hier bietet die plastische Chirurgie Abhilfe.

Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg ist durch seine Ausbildung besonders befähigt, die ästhetischen Operationen am Gesicht auszuführen. Er kennt die Strukturen des Gesichtsschädels und der bedeckenden Weichteile.

Wiederherstellende Chirurgie (z.B. nach Tumorentfernungen), ästhetische Korrekturen und kosmetische Chirurgie gehen fließend ineinander über. Wir beraten Sie gern, welche Eingriffe wir noch zu Lasten der Krankenkasse durchführen können und bei welchen Operationen Sie (zumindest als Mitglied einer gesetzlichen Versicherung) selbst zahlungspflichtig sind. Vor allen zuzahlungspflichtigen Operationen erhalten Sie einen detailierten Kostenvoranschlag.

Das Stirnlift

Das Stirnlift glättet die Haut und hebt die Augenbrauen an. Auch dieser Eingriff hat in den vergangenen Jahren eine Neuerung erfahren. Heute verwenden wir eine Technik, bei der wir vor dem Vernähen unter der Haut abbaubare Widerhäkchen so am Knochen verankern, dass das Maß der Spannung feiner bestimmt werden kann und kaum Zug auf den Nähten lastet. Dies verbessert die Wundheilung deutlich und verhindert das Entstehen einer schlimmstenfalls breiten, unbehaarten Narbe in der Kopfhaut. Die Narbe hat bereits vier Wochen nach der Operation ihre alte Festigkeit wieder gewonnen. Die Häkchen hat der Körper nach etwa zwei Jahren komplett abgebaut.

Die übliche Schnittführung beim Stirnlift sollte übrigens bei Männern eher nicht angewendet werden, da sie hormonell bedingt im Laufe des Lebens immer mehr Kopfhaut zeigen. Hier reduzieren wir meistens die Stirnhaut direkt über den Augenbrauen im Verlauf einer kleinen Falte.

Die Oberlidplastik

Erschlaffte Oberlider, eventuell kombiniert mit einer genetisch bedingten massigen Lidkontur und herabgesunkenen Augenbrauen, lassen den vielzitierten Augenaufschlag undifferenziert, stereotyp und müde wirken. Soll eine Lidplastik durchgeführt werden, ist zunächst zu klären, ob die Lidhaut erschlafft ist (und nicht selten als leeres Hautläppchen auf den Wimpern aufliegt), ob das gesamte Lid zu massig erscheint (oft mit verstrichener Lidfalte) oder ob sich störende Buckel (häufig am Oberlid innen) bei ansonsten schlankem Oberlid vorwölben. Für alle diese Unregelmäßigkeiten wird der gleiche operative Zugangsweg gewählt. Doch werden Haut, Muskelgewebe und Fett in unterschiedlichem Maße reduziert.

Unterlidplastik

Erschlafft die Haut des Unterlids, so dass sich störende Fältchen bilden, muss lediglich etwas Haut und ggf. Muskelgewebe reduziert werden. Dies führen wir direkt unterhalb der Wimpern des Unterlids durch, so dass die Narbe in aller Regel nahezu unsichtbar wird. Sollte die Haut noch straff und elastisch sein und sich lediglich der so genannte Tränensack vorwölben, wählen wir den Zugang von der Innenseite des Unterlids, so dass keinerlei äußere Narben entstehen. Der Tränensack hat übrigens mit den Tränendrüsen, die sich im Oberlid befinden, nichts zu tun.

Unter- und Oberlidplastiken führen wir in der Regel in örtlicher Betäubung ambulant durch. Der Eingriff ist bis auf die Injektion der örtlichen Betäubung schmerzlos und dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden

Profilverbessernde Operationen am Gesichtsskelett

Profilverbesserung am Gesicht ist in der Regel mit einem Eingriff am Schädel verbunden. Diese Eingriffe müssen stationär oder teilstationär erfolgen. Umstellungsoperationen der Kiefer bei Fehlbissen führen wir z.Zt. nicht durch und würden an benachbarte Kollegen verweisen.

Medikamentöse Hautverjüngung

Medikamentöse Gesichtshautverjüngungen mit Fillern oder Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin können ambulant vorgenommen werden. Wie alle Eingriffe der kosmetischen Chirurgie sind sie vom Leistungskatalog der Krankenkassen ausgenommen und in so weit selbst zu bezahlen. Klären Sie bitte im eigenen Interesse die Kostenübernahme durch Ihre (auch private) Krankenkasse ab. Aufwändigen Schriftwechsel mit Ihrer Krankenkasse können wir leider nicht leisten

Bitte zu beachten

Bei allen kosmetischen und anderen Eingriffen zu Ihren Lasten wickeln wir die Zahlung über eine Abrechnungsgesellschaft ab, die Ihnen auch die Möglichkeit der bequemen Ratenzahlung bietet. Hier bitten wir Sie um gesonderte Einwilligung. Für gesetzlich versicherte Patienten ist die Abrechnung von Selbstzahlerleistungen über Krankenversicherungskarte grundsätzlich ausgeschlossen. Sollte Ihre Krankenkasse bereit sein, die Kosten im Sonderfall zu übernehmen, ist dies an die Erstattungsregelung Ihrer Krankenkasse gebunden.

Spezielle Schmerztherapie

Chronischer Gesichtsschmerz

Die Aufgabe der fachspezifischen Schmerzsprechstunde

Chronischer Gesichtsschmerz ist ein verbreitetes Problem, das viele Ursachen haben kann. Betroffene konsultieren deshalb oft  Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, erhalten entsprechend unterschiedliche, zuweilen einander widersprechende Auskünfte  und  durchleben nicht selten vergebliche Behandlungsversuche. Der enttäuschte Patient verliert sein Vertrauen zum Behandler und wechselt den Arzt. Doch das muss nicht sein. Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie kann in vielen Fällen mit individuell angepassten    Behandlungskonzepten effizient helfen.

Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung ist jedoch die präzise Abklärung der Schmerzursachen. Diese sind häufig nicht  auf einen Störfaktor allein zurückzuführen. Der MKG-Chirurg ist aufgrund seiner Qualifikation als doppelapprobierter Arzt und Zahnarzt in der Lage, sowohl lokale, auf Zahn- und Kiefererkrankungen zurückzuführende, als auch allgemeinmedizinische Ursachen zu diagnostizieren und zu beurteilen.  Oft werden Schmerzen durch einen falschen Biss verursacht. Eine falsche Zahn- oder Kieferstellung führt dazu, dass die Zahnreihen nicht richtig zueinander passen. Die sensiblen Kiefergelenke reagieren mit Knacken und Schmerzen. In der Kiefermuskulatur kommt es zu Verspannungen, die sich auf die Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur übertragen. So kann sich ein ganzer Komplex von Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen, Migräne, nächtliches Knirschen, Ohrgeräusche und Schwindel entwickeln. Nicht selten werden durch Muskelverspannungen auch Nerven irritiert, so dass es zu Empfindungsstörungen und stechenden Schmerzen kommt. Experten sprechen dann von kraniomandibulären Funktionsstörungen (Kraniomandibuläre Dysfunktion, CMD).

Darüber hinaus müssen rheumatische Kiefergelenkerkrankungen sowie Verschleißerscheinungen (Arthrose) der Kiefergelenke als mögliche Ursache des Gesichtsschmerzes in Betracht gezogen werden. Auch Nervenschmerzen, etwa die Trigeminusneuralgie ( einschießende Schmerzattacken im Gesicht)) und andere Nervenschädigungen im Gesichtsbereich sowie chronisches Mundschleimhautbrennen kommen in Frage. Als auslösende Faktoren  von Gesichtsschmerzen können aber auch psychosoziale Belastungsfaktoren, Stress im familiären und beruflichen Umfeld und Konfliktsituationen  eine wesentliche Rolle spielen. So muss auch die psychosomatische Ebene der Schmerzentstehung berücksichtigt werden.

Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg kann für diese Schmerzerkrankungen geeignete Behandlungswege und Behandlungsverfahren vorschlagen und anbieten. Von der physikalischen Therapie (Physiotherapie, manuelle Therapie usw.) über die Schienenbehandlung und medikamentöse Therapie bis hin zu kieferorthopädischen und kieferchirurgischen Maßnahmen werden dabei alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. Als für den Gesichtsschmerz spezialisierter  Arzt  vereinbart und vermittelt der MKG-Chirurg darüber hinaus die notwendigen Konsultationen mit  anderen kompetenten Fachvertretern, sodass eine individuell, den Bedürfnissen des Patienten entsprechende, mehrschichtige, gezielte Behandlung gewährleistet werden kann.   Bei der großen Mehrzahl der Betroffenen kann dadurch eine deutliche Linderung der Beschwerden erreicht werden.

Gesichtspunkte:

Typische Symptome, bei denen Sie sich an den MKG-Chirurgen wenden sollten

  • Schmerzen im Gesichtsbereich und in den Kiefergelenken, die in die Ohren, zur Schläfe, in den Hinterkopf oder zum Hals und in die Schultern ausstrahlen (wegen der “Ohrenschmerzen” wird häufig der HNO-Arzt aufgesucht!).
  • Nicht selten treten Schmerzen auch an der Halswirbelsäule, am Rücken und der Schulter als Folge   funktioneller Störungen des Kauapparates auf.
  • Schmerzen beim Kauen , Sprechen, Gesichtwaschen, Zähneputzen
  • Schmerzhafte Behinderung der Mundöffnung oder des Mundschlusses, Abweichung des Kinnes bei der Mundöffnung zur Seite.
  • Schmerzhafte Kiefergelenkgeräusche
  • Rötungen und Schwellungen der Kiefergelenke
Laserbehandlungen

In unserer Praxis steht ein CO2-Lasersystem für unterschiedliche Indikationen zur Verfügung:

Alters- oder Pigmentflecken

Unter Alters- oder Pigmentflecken sind bräunliche, nicht erhabene Hautveränderungen zu verstehen, die ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Diese Flecken treten meist auf dem Handrücken oder im Gesicht und am Hals auf.

Bei Altersflecken und Pigmentstörungen ist der Einsatz von Laserstrahlen eine überaus wirkungsvolle Therapie. Bei der Laserbehandlung werden unerwünschte Pigmentablagerungen in der Haut von dem leistungsfähigen Energiestrahl des Lasers zerstört. In der Regel lassen sich die Veränderungen in ein bis zwei Sitzungen problemlos entfernen. Vor der Behandlung ist es ratsam, anhand einer hautärztlichen Untersuchung und gegebenenfalls mit einer Gewebeprobe sicherzustellen, dass die pigmentierten Hautveränderungen gutartig sind.

Aktinische Keratosen

Hautveränderungen, die möglicherweise bösartig entarten können sprechen ebenfalls gut auf die Laserbehandlung mit niedriger Energie an. Der erkrankten Hautschichten werden verdampft un es kann sich eine gesunde, neue Haut bilden. Hier ist es aber ratsam, den Befund auf seine Gutartigkeit feingeweblich kontrollieren zu lassen.

Schleimhautchirurgie  im Munde

Mit höherer Energie werden kleine Veränderungen an der Mundschleimaut entfernt. Hier eignet sich der Laser durch seine schonende und weitgehend schmerzfreie Behandlung.

Bitte beachten Sie

Laserbehandlungen –auch im Zusammenhang mit Voerkrebserkrankungen- sind seit der Gebührenreform 2005 von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung ausgenommen und müssen ebenfalls selbst getragen werden. In vielen Fälle erstatte die Krankenkasse nach Vorlage einer Rechnung, aber nur nach Einzelfallprüfung. Für Privatpatienten ergeben sich in aller Regel keine Erstattungsprobleme.