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Zertifiziert durch die DMSG
Die Klinik für Neurologie im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) ist ein zertifiziertes MS-Zentrum und erfüllt die Anforderungen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG).
Damit bestätigt die DMSG der Klinik unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Dr. med. Kai Boelmans eine qualitativ hochwertige, leitlinienbasierte Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose (MS) durch spezialisierte Neurologen und Neurologinnen sowie Fachkräfte. Als zertifiziertes MS-Zentrum leistet die Klinik außerdem einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Situation MS-Erkrankter in Deutschland durch die Dokumentation für das Deutsche MS-Register.
Leistungen am MS-Zentrum
- Diagnostik und Therapie
- Analyse des Nervenwassers (Liquor)
- Kernspintomographie von Gehirn und Rückenmark (MRT)
- Evozierte Potentiale (elektrische Nervenmessungen)
- Verlaufskontrollen und Beratung in der Tagesklinik
- Erfassung von EDSS/MSFC/Fatique/Depression/Lebensqualität
- Durchführung von klinischen Studien
Über Multiple Sklerose (MS)
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Aus bislang ungeklärter Ursache entstehen dabei Entzündungen in Gehirn und Rückenmark, in der Folge wird die Funktion der Nerven gestört. Eine MS-Erkrankung kann sehr unterschiedliche Verlaufsformen annehmen, deshalb wird sie auch „die Krankheit der 1.000 Gesichter“ genannt. Typische Symptome sind etwa Missempfindungen der Haut, Sehstörungen, ein unsicherer Gang oder auch vorübergehende Lähmungen.
Die MS tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr erstmalig auf, und auch Kinder können an MS leiden. MS ist der häufigste Grund einer Behinderung und der damit verbundenen Erwerbsminderung bei jungen Erwachsenen: In Deutschland geht man von rund 250.000 Menschen mit MS aus, und jedes Jahr erfolgen rund 10.000 neue Diagnosen. Dabei sind Frauen drei- bis viermal häufiger betroffen als Männer.
Eine möglichst zeitige Diagnose ist entscheidend für ein optimales Therapieergebnis. Mit vielen neu zugelassenen Medikamenten strebt man als Therapieziele neben der Verringerung von Krankheitsschüben und Verlangsamung des Krankheitsfortschreitens auch an, die Bewegungsfunktionen zu verbessern und soweit möglich wieder herzustellen. Dazu sollte das Behandlungsteam über viel Erfahrung verfügen, sich kontinuierlich zu den medizinischen Fortschritten weiterbilden und alle beteiligten Fachrichtungen vernetzen.
Im MS-Zentrum steht ein Team für MS-Kranke und deren Angehörige zur Verfügung, das auch die Lebensqualität und soziale Integration in ihre Therapie mit einbezieht. Eine spezialisierte MS-Fachpflegekraft erleichtert den Aufenthalt im Krankenhaus.
Darüber hinaus werden regelmäßige Fortbildungen für Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Personal zu diesem Thema veranstaltet, die über die Erkrankung und die neuesten Erkenntnisse informieren. Es besteht eine enge Kooperation zu der Patientenorganisation DMSG. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Verknüpfung mit den ambulant arbeitenden Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten, um eine „multidisziplinäre Betreuung“ zu ermöglichen. Neben der stationären Behandlungsmöglichkeit besteht seit 2013 eine Neurologische Tagesklinik.
Die Neurologie bietet für die Diagnostik und Behandlung von MS-Kranken hervorragende Möglichkeiten. Alle für eine Diagnosestellung unbedingt erforderlichen Untersuchungen, wie die Analyse des Nervenwassers (Liquor), die Messung der Leitungsfähigkeit der Nerven (evozierte Potentiale) sowie die notwendigen Schichtaufnahmen (Kernspintomographie) des zentralen Nervensystems stehen zur Verfügung. Die Verlaufsbeobachtung sowohl klinisch als auch bildgebend ist entscheidend für die Therapie.
- MS-functional-composite (Testkombination als Vorschlag der US National MS Society Task Force 97)
- EDSS (erweiterte Behinderungsskala zur Bewertung des Schweregrades der MS)
- Neuropsychologische Untersuchungen
- Erfassung von Lebensqualität, Fatique und Depression
Die Neurologische Klinik ist in der Lage, das gesamte Spektrum der medikamentösen MS-Therapien anzubieten.
In den letzten Jahren hat sich mit dem zunehmenden Einsatz neuer Medikamente ein grundlegender Wandel in der MS-Therapie vollzogen. Es stehen uns Medikamente zur Verfügung, die in der Lage sind, Krankheitsschübe zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Immunmodulative und immunsuppressive Wirkstoffe werden gemäß den Empfehlungen der Leitlinien eingesetzt.
Die symptomatische Therapie bei einer nur bedingt kausal behandelbaren Erkrankung wie der MS hat einen besonders hohen Stellenwert. Die Behandlung einer Spastik, Blasenentleerungsstörung, Depression oder von Koordinationsstörungen hat für Patienten und Patientinnen eine enorme Bedeutung.
Optimale Therapien sind jedoch nur in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Therapeutinnen und Therapeuten möglich. Die Patientinnen und Patienten sollten Mittelpunkt einer multidisziplinären Arbeit sein.
AnsprechpersonenStationäre Aufnahme
Telefon 0471 299-3419
Fax 0471 299-3426
kathy.woehlken@klinikum-bremerhaven.de
Neurologische Tagesklinik
Telefon 0471 299-3395
Fax 0471 299-3384
neu-tk@klinikum-bremerhaven.de
Stationäre Aufnahme
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kathy.woehlken@klinikum-bremerhaven.de
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SprechstundenSprechstunden finden nur nach Terminvereinbarung statt. Bitte wenden Sie sich an die o.g. Ansprechpersonen.
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