Wenn Zucker zum Problem wird

Diabetes mellitus Typ 1 ist die häufigste Stoffwechselstörung bei Kindern und Jugendlichen. In Deutschland leben laut Schätzungen circa 32.000 Menschen unter 18 Jahren damit und circa 340.000 Erwachsene. Jährlich erkranken deutschlandweit circa 3.100 Kinder und Jugendliche neu an dieser Stoffwechselerkrankung.

Die ersten Symptome sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Heißhunger, Müdigkeit, Leistungsabfall und Sehstörungen. Der Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der auch die Vererbung eine Rolle spielt. Dabei richten sich die Abwehrzellen gegen die eigenen Zellen der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren. Die Therapie muss deshalb mit Insulin subkutan (unter die Haut) erfolgen. Heutzutage benutzen die meisten Kinder und Jugendlichen hierfür eine moderne sensorgesteuerte Insulinpumpe mit automatischer Insulindosierung (AID), bei Kleinkindern sind es mehr als 90%. Die Erkrankung an Diabetes mellitus Typ 1 erfordert von den betroffenen Kindern, Jugendlichen sowie von deren Familien erhebliche Veränderungen im Alltag. Sei es bei der Planung des Tages, sei es in der Kommunikation zur Kontrolle des Zuckerstoffwechsels. Es entstehen auch psychische Belastungen.

Ansprechpersonen

Dr. med. Holger Baaske

Leitender Oberarzt
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neonatologie, Zusatzbezeichnung Diabetologie

Telefon 0471 299-3857 (Kinderambulanz)
Fax 0471 299-3858
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