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Unsere Philosophie
Wir bestärken die Frauen während der Geburt, Vertrauen in Ihre eigene Kraft und Kreativität zu haben. Menschliche Zuwendung und eine entspannte, warme und vertrauensvolle Atmosphäre während der Geburt sind für uns ebenso selbstverständlich wie die fachlich kompetente Beratung und Betreuung.
Auch Ihr Baby soll dieses gute emotionale Klima spüren. Dazu gehört, dass es in eine vertraute Umgebung hineingeboren wird: Die Geburt geschieht in warmen, abgedunkelten Räumen und einer angenehmen Atmosphäre. Ihr Kind soll sanft in diese neue und ungewohnte Welt kommen. Wir fördern und unterstützen das Stillen des Kindes. Hierbei werden Sie von uns kompetent beraten und begleitet.
AnsprechpersonenSonja Fehr
Leitende Hebamme
Telefon 0471 299-3284 (Kreißsaal)
Sonja Fehr
Leitende Hebamme
Telefon 0471 299-3284 (Kreißsaal)
Catharina Gerdes
stellvertretende Leitung
Telefon 0471 299-3284 (Kreißsaal)

Erfahrung und Kompetenz
Mit rund 2.000 Geburten im Jahr sind wir eine der größten Geburtskliniken im Land Bremen und die einzige in Bremerhaven. Als sogenanntes Perinatalzentrum Level 2 sind wir personell und technisch für die Durchführung von Früh- und Risikogeburten ausgestattet. Beruhigend zu wissen: Unser Haus verfügt über eine Kinderklinik und eine Neugeborenen-Intensivstation. Neonatologisch erfahrene Kinderärzte und Kinderärztinnen können bei jeder Geburt hinzugezogen werden. Bei allen Risikogeburten und Kaiserschnitten ist ein Kinderarzt oder Kinderärztin anwesend. Im Falle von Beckenendlagen oder Zwillingen können ggf. Spontangeburten durchgeführt werden.

Unser Angebot
Wir verfügen über sechs Kreißsäle, einen weiteren mit Gebärwanne und als Zusatzangebot einen hebammengeleiteten Kreißsaal. Als Geburtsbetten sind große Doppelbetten vorhanden. Alle Geburtspositionen sind möglich – z.B. mit Gebärhocker, Partoball, Gebärlandschaft, Hängemattentuch und auch Wassergeburt. Auf Wunsch können Mütter ambulant entbinden und die Klinik dann wieder verlassen. Eine psychologische Beratung kann bei Bedarf vor oder nach der Geburt bereitgestellt werden.

Hebammengeleiteter Kreißsaal
Zusätzlich zum Betreuungskonzept des klassischen Kreißsaals startete im Jahre 2003 hier im KBR das neue und ergänzende Betreuungsmodell Hebammenkreißsaal. Unter der wissenschaftlichen Begleitung der Fachhochschule Osnabrück entstand so der erste Hebammenkreißsaal in der gesamten Bundesrepublik, mit der Möglichkeit, dass gesunde Schwangere ausschließlich von Hebammen geburtshilflich betreut werden können.
Mit diesem Angebot wollen wir Frauen und Paaren ihren Wunsch nach einer Geburt in geborgener Atmosphäre erfüllen – mit der Sicherheit einer medizinischen Versorgung, sollte diese während der Geburt doch notwendig werden.
Dabei stehen der Schutz der selbstbestimmten Geburt und die Stärkung des Vertrauens der Frau in den natürlichen Geburtsvorgang im Mittelpunkt. Gleichzeitig orientiert sich das Betreuungskonzept am persönlichen Bedürfnis der Frau nach kontinuierlicher Hebammenbetreuung während der Geburt ihres Kindes.
Internationale Erfahrungen aus wissenschaftlichen Studien zeigen, dass gesunde Frauen im Hebammenkreißsaal genauso sicher gebären wie in den herkömmlichen Kreißsälen. Eine weitere positive Bilanz ist die niedrigere Rate an geburtshilflichen Operationen wie Kaiserschnitte, Dammschnitte, Zangengeburten und künstlicher Geburtseinleitungen, die außerdem in einer Studie über die Arbeit in Hebammenkreißsälen hervorgehoben wird.
Ein gemeinsam mit Gynäkologen, Gynäkologinnen, Geburtshelferinnen und Geburtshelfern erarbeiteter Kriterienkatalog für komplizierte Schwangerschafts- und Geburtsverläufe ist für die verantwortliche Hebamme die Grundlage für eine rechtzeitige Hinzuziehung einer Ärztin oder Arztes, um eine eventuell entstehende Gefährdung für Mutter und Kind während der Geburt auszuschließen.
Dieses langjährige erfolgreiche Betreuungsmodell ist für Schwangere geeignet, die kein gesundheitliches Risiko haben – und wo die Schwangerschaft problemlos verläuft und sich das ungeborenes Kind komplikationslos entwickelt. Natürlich können Sie jederzeit zum herkömmlichen Betreuungskonzept wechseln, wenn sich medizinische oder persönliche Gründe (z.B. Wunsch nach Schmerzmittelgabe) ergeben.
Der Hebammenkreißsaal kommt NICHT für Sie infrage, wenn ein oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen:
- Schmerzmittel / PDA gewünscht
- vorheriger Kaiserschnitt
- Diabetes
- Beckenendlage
- Mehrlinge
- Plazenta praevia
- Komplikationen bei vorherigen Entbindungen
- Adipositas (BMI >40)
- Bluthochdruck (RR >140/90)
- Drogenkonsum
- vorherige Gebärmutter-OP
- Blutungsneigung
- Alter unter 16 Jahre
- Eisenmangel (Anämie) mit Hb unter 10,0
- Kleinwuchs (unter 150 cm)
- Auffälligkeiten im Labor (z.B. Hepatitis B, HIV, ...)
Weitere Informationen zum Hebammenkreißsaal erhalten Sie in der Hebammensprechstunde dienstags und mittwochs von 09:00 – 14:00 Uhr, ab Oktober dienstags und donnerstags von 09:00 – 14:00 Uhr, nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 0471 299-3284.

Kinesio-Taping
Kinesio-Taping (K-Taping) wurde Anfang der 1970er-Jahre von dem japanischen Arzt und Chirotherapeuten Dr. Kenzo Kase entwickelt. Der Begriff Kinesio-Taping setzt sich zusammen aus den Begriffen Kinesio (griechisch für „Bewegung“) und Taping (englisch für „mit einem Band festigen“).
Die farbigen Tapes werden über vorgedehnte Muskeln und Gelenkzonen geklebt. Wird dann der Muskel bzw. das Gelenk bewegt, bleibt die Haut am Tape „haften“. So kommt es zu einer permanenten Verschiebung der Haut gegen die Unterhaut, und die darunter liegenden Muskeln, Bänder oder Gelenkzonen werden dadurch „gereizt“ und der Fluss der Lymphe angeregt.
K-Taping kann in der Schwangerschaft bei den folgenden Beschwerden eingesetzt werden:
- LWS-Syndrom
- Karpaltunnelsyndrom
- Verspannung der Nackenmuskulatur
- Stützung des schwangeren Bauches
- Schwellung der Beine
- Behandlung der bestimmten Akupunkturpunkte mit Cross-Taping
Die K-Taping-Behandlung steht allen Schwangeren während ihres stationären Aufenthaltes im KBR bei entsprechenden Beschwerden zur Auswahl, und wird von den geschulten Hebammen gerne zur Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens der einzelnen Schwangeren angewandt.


