Böses Blut? Patient Blood Management im Krankenhaus

Colloquium am 4. September 2018, 16:30 Uhr, Großer Konferenzraum („Borkum“), Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

„Times are changing“ — Nachdem jahrzehntelang die Bluttransfusionen eher liberal durchgeführt wurden, ist seit einigen Jahren ein Wandel in der Verordnung von Blutprodukten eingetreten.

Transfusionsreaktionen der Lunge, immunologische Reaktionen als Antwort auf Transfusionen und viele andere mögliche Komplikationen werfen die Frage nach einem differenzierten Umgang mit der „Blutarmut“ auf. 11-48% der chirurgischen Patienten leiden präope-rativ an einer Anämie, die ein unabhängiger Risiko-faktor für eine erhöhte Morbidität und Mortalität sowie längere Krankenhausverweildauern ist.

Andererseits erhöht bereits die Gabe eines einzel-nen Erythrozytenkonzentrates die Sterblichkeit un-serer Patienten. Das „Patient Blood Management“ als interdisziplinäres medizinisches Konzept soll rationalen und überlegten Umgang mit der Gabe von Blutproduk-ten vermitteln.

Die richtige Diagnostik und die Behandlung von Anämien, Vermeidung von Blutverlusten und der rationale Einsatz von Blutprodukten stellen die drei Säulen dar.
Mit Herrn Prof. Dr. med. Patrick Meybohm haben wir einen ausgezeichneten Experten an Bord, der uns das „wer-wann-was-wie“ vermitteln wird.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Oliver Radke und Ralf Winter

Hier können Sie sich den Informationsflyer der Veranstaltung "Böses Blut? Patient Blood Management im Krankenhaus" herunterladen.

Programm

  • 16:30 Uhr Begrüßung O. Radke
  • 16:45 Uhr Patient Blood Management P. Meybohm
  • 17:30 Uhr Diskussion
  • 18:00 Uhr Erfahrungsberichte, Gedankenaustausch
  • 18:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Referent

Herr Prof. Dr. med. Patrick Meybohm ist Stellvertretener Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikum Frankfurt am Main.

Er studierte und promovierte an der Georg-August-Universität Göttingen bevor er seine Weiterbildung als Anästhesist und Intensivmediziner im Jahr 2003 am Universitätsklinikum SchleswigHolstein,

Campus Kiel, startete. Im Jahr 2009 folgte die Habilitation und 2012 der Wechsel nach Frankfurt/Main. Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Intensivmedizin, perioperatives Outcome, präoperative Vorbereitung von Hochrisikopatienten sowie Patient Blood Management.

Der Referent erhält ein Honorar von 750 Euro.

Zurück