Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles

Spendenübergabe

v.l.n.r.: Ursula Krüger (Ärztin der Früherkennungsstelle und Vorstand der Welfonder-Stiftung), Andre Fricke (Vorstand der Welfonder-Stiftung), Konrad Welfonder (Vorstand der Welfonder-Stiftung), Dr. Susanne Kleinbrahm (Medizinische Geschäftsführerin), Dr. Axel Renneberg (Oberarzt der Kinderklinik), Verena Baaske (Oberärztin der Kinderklinik und Leiterin der Früherkennungsstelle)

Welfonder-Stiftung unterstützt frühe Förderung

10.000 Euro für Früherkennungsstelle: Ausstattung der Räume für motorische Übungen, um Kinder besser zu untersuchen und Eltern besser zu unterstützen

Mit einer Spende von 10.000 Euro hat die Welfonder-Stiftung dafür gesorgt, dass die Räume der Früherkennungsstelle der Stadt Bremerhaven am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide neu ausgestattet und verschönert wurden. Es wurden bunte Schaumstoffsteine zum Stapeln und Klettern, Kindermöbel, Gerätschaften und Spielzeug für motorische Übungen angeschafft und Kinderbilder auf dem Flur aufgehängt. 

In der Früherkennungsstelle werden Kinder (von 0 Jahren bis zur Einschulung) untersucht, um Defizite bei der sprachlichen oder motorischen Entwicklung möglichst frühzeitig zu erkennen. Wird bei einem Kind ein Förderbedarf festgestellt, stellen die Ärzte bzw. Ärztinnen einen Förderplan für ein Jahr auf, in dem das Kind heilpädagogische und/oder medizinisch-therapeutische Unterstützung erhält. Jährlich wird überprüft, welche Veränderungen eingetreten sind, ob die Therapien verändert werden müssen oder erfolgreich abgeschlossen sind. „Die Früherkennung ist wichtig für Kinder, denn je früher man bei Defiziten eingreift, desto bessere Ergebnisse erhält man“, erläutert, Oberärztin Verena Baaske, die die Früherkennungsstelle leitet. „Wenn Defizite schon vor der Einschulung erkannt werden, kann man unter Umständen vermeiden, dass die Kinder im Unterricht nicht mitkommen und sich nur schwer in die Klasse integrieren“, fährt sie fort. 

Leider nehmen manche Eltern einen angebotenen Termin in der Früherkennungsstelle nicht wahr – aufgrund von Sprachbarrieren, aus Unkenntnis des Nutzens, aus Angst vor Stigmatisierung oder weil sie sich (unbegründet) vor negativen Konsequenzen durch das Jugendamt fürchten. Wenn sie dann in der Frühförderungsstelle erscheinen, war es früher oft so, dass sie sich unsicher fühlten, ob sie an der richtigen Stelle sind. Denn die Räume sind in dem Bau, in dem bis 2024 übergangsweise die Kinderklinik bestand, bevor sie in den Neubau „Haus K“ umgezogen ist. Die Früherkennungsstelle ist also etwas abgelegen auf dem Klinikgelände, in einem sehr ruhigen Gebäude ohne viel Betrieb. „Mit den bunten Bildern auf dem Flur können die Eltern jetzt sofort erkennen, dass sie am richtigen Ort sind, das stärkt ihr Vertrauen und ihre Zuversicht“, freut sich Ursula Krüger, Ärztin der Früherkennungsstelle und Mitglied im Vorstand der Welfonder-Stiftung. 

Krüger regte im vorigen Jahr an, dass sich die Welfonder-Stiftung bei einer persönlichen Führung durch die Früherkennungsstelle ein Bild davon macht, was in den Räumen verbessert und ergänzt werden sollte. Bei diesem Termin begeisterten die Stiftungsvorstände sich über den Ansatz, auch scheinbar geringfügige Entwicklungsverzögerungen ernst zu nehmen, bevor sie sich zu großen schulischen oder sozialen Problemen auswachsen. „Unsere Stiftung setzt sich für Kinder ein, die durch gesundheitliche Probleme beeinträchtigt sind – und das muss nicht immer nur eine lebensbedrohliche Krankheit sein“, erklärt Konrad Welfonder aus dem Vorstand der Stiftung. Das unterstreicht auch Dr. Susanne Kleinbrahm, medizinische Geschäftsführerin des Klinikums: „Gesundheitliche Bedrohungen so früh zu erkennen, dass sie gut zu behandeln und zu beheben sind, ist für medizinisch-therapeutische Fachkräfte ein Erfolgserlebnis, daher freut es uns, die Früherkennungsstelle der Stadt Bremerhaven in unserem Haus zu betreiben.“ Angesichts knapper Geldmittel sowohl im Gesundheitswesen als auch im städtischen Haushalt ist die großzügige Spende der Welfonder-Stiftung ein besonderer Segen, der großen Nutzen für die Arbeit der Früherkennungsstelle, für die dort betreuten Familien und für Bremerhaven insgesamt haben wird.