Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles

Publikation Blood Journal

Studienergebnisse aus der Nephrologie

Wirkt die Behandlung von iTTP nicht, sollte nach weiteren klinischen Einflussfaktoren gesucht werden.

Vergangene Woche erschien ein Artikel mit Ergebnissen einer klinischen Studie, an der unsere Nephrologie beteiligt war, in der Fachzeitschrift Blood. Sie befasste sich mit der Behandlung der iTTP = immunvermittelte thrombotisch-thrombozytopenische Purpura. Das ist eine seltene Erkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Blutgerinnung stört, was zu lebensbedrohlichen Blutgerinnseln in den kleinen Blutgefäßen führen kann. 

Die Studie untersuchte, warum es manchmal bei der Behandlung einer iTTP-Episode mit Caplacizumab zu einer verzögerten Antwort kommt. Sie stellte fest, dass dies sehr selten auftritt und nur beobachtet wird, wenn weitere Faktoren hinzukommen, wie zum Beispiel eine gleichzeitige Infektionskrankheit. Darum empfehlen die Autoren, dass bei der Behandlung mit Caplacizumab eine gründliche klinische Einschätzung erfolgen sollte, um eine unnötige Intensivierung der Therapie der iTTP zu vermeiden.


Publikation: Kühne et al. (2026), Revisiting clinical response and refractoriness in immune thrombotic thrombocytopenic purpura. Blood 147:2463-71. doi: 10.1182/blood.2025031704

Visueller Abstract, Kurzzusammenfassung der Studienergebnisse