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Aktuelles

Gut vorbereitet für seltene Ernstfälle

Unsere Kinderklinik hat von der Dieckell Stiftung zwei Reanimationspuppen in Kindergröße gespendet bekommen.

Spende von Reanimationspuppen in Kindergröße für die Kinderklinik

Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) hat für seine Kinderklinik zwei Reanimationspuppen in Kindergröße erhalten, deren Anschaffungskosten die Dieckell Stiftung mit einer Spende von 6.900 Euro übernommen hat. Im Namen der Kinderklinik bedankt sich der Leitende Oberarzt Dr. Holger Baaske für die Spende: „Die beiden Reanimationspuppen sind eine wertvolle Ergänzung, um unser ärztliches und pflegerisches Personal optimal auf Herz-Kreislauf-Stillstände bei Kindern vorzubereiten.“ 

Kinderklinik

Regelmäßige Trainings können nun realitätsnah auf die eher seltenen Fälle vorbereiten

Reanimationsfälle bei Säuglingen und Kindern treten in der klinischen Praxis eher selten auf, so dass die Fähigkeiten durch regelmäßiges Üben erhalten und aufgefrischt werden müssen. Daher führt Baaske monatlich Trainings in Reanimationsabläufen bei Kindern durch, an welchen Mitarbeitende aus Kinderklinik, Geburtshilfe und Anästhesie / Intensivmedizin teilnehmen. Denn die Handgriffe bei der Reanimation von Erwachsenen lassen sich nicht einfach auf Kinder übertragen. Zum Beispiel muss die geeignete Position für die Herzdruckmassage anhand anderer Körpermarken ermittelt werden; und trotz der kleinen Größe und des noch nicht voll entwickelten Knochengerüsts muss ausreichend Druck ausgeübt werden. Auch die Beatmung spielt sich im selben Spannungsfeld zwischen geringerer Größe, höherer Verletzlichkeit und Erfolgsdruck ab. Die beiden Reanimationspuppen in den Größen „Säugling“ und „fünfjähriges Kind“ ermöglichen es nun, die praktischen Fähigkeiten realitätsnah zu üben. 

Komplexe Trainingssysteme für Reanimation von Säuglingen und Kindern

Denn es sind nicht nur Puppen, sondern komplexe Trainingssysteme. Sie zeigen an, ob man in der richtigen Frequenz und Tiefe die Herzdruckmassage am richtigen Punkt durchführt oder ob man die Beatmung wirksam eingeleitet hat. Die Puppen bieten einen lebensechten Brustwiderstand für realistische Kompressionen, lebensechte Anatomie für realistisches Handling wie z.B. beim Überstrecken des Kopfes sowie Information über den Erfolg der Maßnahmen. Neben dem Training der manuellen Fähigkeiten erwartet Baaske deshalb noch einen weiteren Nutzen: „Eine gute Ausbildung mit nützlichem Feedback hilft, das Selbstvertrauen von ersthelfenden Personen zu stärken und die Kommunikation innerhalb von Ersthelfer-Teams zu verbessern.“  

Vollfinanzierung durch die Dieckell Stiftung in Höhe von 6.900 Euro

Dieser Ausbildungsaspekt hat die Dieckell Stiftung von der Förderwürdigkeit überzeugt. „Unser Stiftungszweck, die Bildung zu fördern, erstreckt sich auch auf die Weiterentwicklung von beruflichen Fähigkeiten – und wenn dies dann auch noch potenziell das Leben von Kindern rettet, ist es eine umso bedeutsamere Unterstützung“, erklärt Marc Dieckell aus dem Stiftungsvorstand. Da sein Großvater, Stiftungsgründer Friedrich Dieckell, das Klinikum Reinkenheide sehr geschätzt und mehrfach mit Spenden gefördert hat, ist er sicher, dass die Spende für die Reanimationspuppen in seinem Sinne ist. Dafür bedanken sich die Geschäftsführer des Klinikums Dr. Witiko Nickel und Frank Kühl: „Wir freuen uns sehr über die Vollfinanzierung dieser hochwertigen Schulungsmaterialien für die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden, die dem Klinikum Bremerhaven sehr wichtig ist.“

Dieckell Stiftung