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50 Jahre Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide
Das „Zentralkrankenhaus Reinkenheide“ wurde im Juni 1976 eröffnet
Bremerhaven freut sich über einen besonderen Geburtstag: Das städtische Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) wurde vor 50 Jahren eröffnet, damals noch unter dem Namen „Zentralkrankenhaus Reinkenheide“. Dieser schöne Anlass wurde am 12. Juni 2026 mit einem Mitarbeiterfest auf dem Gelände des KBRs gefeiert.
Dr. Witiko Nickel, Pflegerischer Geschäftsführer am KBR, betont Leistung und Beitrag der Mitarbeitenden zur Entwicklung der Klinik seit ihrer Eröffnung im Jahr 1976: „Hinter dem, was unser KBR heute auszeichnet, stehen rund 2.500 Kolleginnen und Kollegen, die immer wieder bereit sind, Herausforderungen anzunehmen und füreinander einzustehen, wenn es die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten verlangt. Auf diese Haltung, die von Engagement, Zugewandtheit und Teamgeist geprägt ist, sind wir als Geschäftsführung außerordentlich stolz“, so Dr. Nickel. Auch zukünftig ist es grundsätzlich sinnvoll, dass das KBR in der stationären Versorgung die besondere Rolle als Klinikum der Maximalversorgung einnimmt, wie Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, betont: „Durch die Krankenhausreform werden sich gewohnte Strukturen ambulanter und stationärer Versorgung verändern. Gerade in solchen Zeiten des Wandels ist es gut und wichtig, dass kommunale medizinische Versorgung mehr abdeckt als eine reine Grund- und Regelversorgung“, so die Senatorin. Zu den wichtigen Meilensteinen, die Oberbürgermeister Melf Grantz in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums zwischen 2008 und 2016 begleitete, gehörte unter anderem die Etablierung des Mutter-Kind-Zentrums, mit dem auch die Versorgung von Frühgeburten auf dem Niveau eines Perinatalzentrums Level II dauerhaft gesichert wurde. „Diese wichtige Errungenschaft wollen wir auch für zukünftige Generationen von Bremerhavenerinnen und Bremerhavenern weitergeben. Sie darf nicht zum Spielball wirtschaftlicher Interessen werden – und ist deshalb bestens in der Hand unseres städtischen Klinikums aufgehoben“, unterstreicht der Oberbürgermeister. Heute ist das KBR außerdem einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe der Stadt: „Wir bieten nicht nur rund 2.500 Mitarbeitenden einen attraktiven Arbeitsplatz. Jahr für Jahr ist dieses Haus außerdem Startpunkt für viele Auszubildende und Studierende, die im KBR ihren beruflichen Weg in eine außerordentlich zukunftsweisende Branche beginnen“, sagt Torsten Neuhoff, Bürgermeister der Stadt Bremerhaven und Mitglied des KBR-Aufsichtsrats. Stadträtin Andrea Toense, Dezernentin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz sowie Vorsitzende des KBR-Aufsichtsrats, bekräftigt die Notwendigkeit, die medizinische Versorgung am KBR auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nachhaltig zu sichern: „Gemeinsam mit dem Land Bremen sowie den Kostenträgern wollen wir sicherstellen, dass die Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig auf eine erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung in unserem städtischen Klinikum vertrauen können“, betont die Stadträtin.
Über das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide
Heute ist das KBR ein großer Gesundheitscampus, zu dem 16 Kliniken, zwei Institute, über 30 bettenführende Stationen und ein Medizinisches Versorgungszentrum mit 17 Facharztpraxen zählen. Es ist ein modernes Akutkrankenhaus und eines von nur zwei Krankenhäusern im Bundesland Bremen, die der Kategorie eines Maximalversorgers entsprechen. In der Unterweserregion gilt das KBR als größtes Krankenhaus. Hohe Bedeutung kommt einer kontinuierlichen Sicherung und Verbesserung der Qualität zu. Dementsprechend wächst die Zahl zertifizierter Zentren und Einrichtungen im KBR Jahr für Jahr. Zuletzt wurde das Darmkrebszentrum nach den hohen Standards der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. zertifiziert.
Wichtige architektonische Meilensteine
Am 10. November 1974 wurde der Grundstein für das 13-geschossige Bettenhaus gelegt. Die Baukosten in Höhe von rund 150 Millionen DM trugen die Stadt Bremerhaven sowie das Land Bremen. Die Inbetriebnahme erfolgte schrittweise ab dem 28. Juni 1976. Ende der 90er Jahre waren umfassendere Renovierungen und Modernisierungen notwendig. Zur Stärkung der ambulanten Versorgung wurde 2013 das Ärztehaus eröffnet. 2019 folgte die Inbetriebnahme der neuen Hubschrauberlandeplattform – ein großer Vorteil für die Versorgung von Notfällen und Schwerverletzten. Neben der somatischen Versorgung bekam auch die Psychiatrie schrittweise mehr Raum: Bereits 2010 wurde ein neuer Funktionsbau in Betrieb genommen, 2020 dann der Neubau für den gesamten Fachbereich. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 übertrug die Senatorische Behörde dem KBR den Versorgungsauftrag für die Bereiche Pädiatrie und Neonatologie. Die Versorgung begann termingerecht, zunächst jedoch in einer baulichen Übergangslösung. 2024 konnten Kinderklinik und Kardiologie in den neuen Ergänzungsbau „Haus K“ einziehen. Kurze Zeit später ging der Pandemie-Resilienzbau „Haus S“ in Betrieb, zunächst mit einer Erweiterung der Intensivstation.
Das KBR als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb
Mit rund 2.500 Mitarbeitenden ist das KBR einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe der Stadt Bremerhaven. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen begleitet das KBR jährlich 25 bis 30 Medizinstudierende auf ihrem Weg zur Approbation. Anschließend stehen ihnen rund 50 verschiedene fachärztliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Auswahl. Ein Angebot, von dem nicht nur das KBR selbst, sondern auch viele Krankenhäuser der Umgebung sowie niedergelassene Praxen profitieren. Das KBR ist außerdem Kooperationspartner für weitere Studiengänge aus Medizin, Pflege und Betriebswirtschaft.
Für die Ausbildung von Pflegefachkräften steht die Pflegeakademie Seestadt Bremerhaven (PSB) zur Verfügung, die älteste Ausbildungsstätte für Pflegeberufe in Bremerhaven. Aktuell absolvieren rund 30 angehende Pflegefachpersonen pro Jahr ihre Ausbildung an der PSB. Eine Vielzahl weiterer Ausbildungsberufe kommt am KBR hinzu: Kaufleute im Gesundheitswesen, Kaufleute für Büromanagement, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Medizinische Fachangestellte. In Kooperation mit der Bildungsakademie Gesundheit Nord wird außerdem eine Ausbildung in den Berufen Medizinische Technologin bzw. Medizinischer Technologe oder auch Medizinische Technologin bzw. Medizinischer Technologe für Radiologie angeboten.
Das #teamkbr ist bunt: Über 50 verschiedene Nationen arbeiten aktuell unter einem Dach – immer für die Gesundheit der Patientinnen und Patienten.