Praktisches Jahr

am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Liebe Studentinnen und Studenten,

die Sie Ihr Praktisches Jahr (oder Teile davon) im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide absolvieren möchten:

Auf diesen Seiten haben wir Ihnen wichtige Informationen für das Praktische Jahr am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide zusammengestellt. Nach den allgemeinen Hinweisen finden Sie die Lerninhalte, praktischen Anforderungen und die speziellen Angebote der einzelnen Disziplinen, beginnend mit den beiden Pflichtfächern, Innere Medizin und Chirurgie, anschließend folgen die Wahlfächer in alphabetischer Reihenfolge.

Es ist das Ziel der Ausbildung im praktischen Jahr, Ihr theoretisches Wissen zu vertiefen, so dass Sie gut vorbereitet in Ihr Examen gehen können, und Sie auf Herausforderungen vorzubereiten, die Sie im Arztberuf später verantwortlich bewältigen müssen.

Allgemeine Kenntnisse

Der Studierende im Praktischen Jahr soll:

  • die Fertigkeiten der Untersuchung und Behandlung von Patienten einüben und schrittweise selbständig auf einzelne Patienten anwenden lernen
  • die psychischen, sozialen und rechtlichen Aspekte von Kranksein erkennen und in seinem eigenen Handeln gegenüber Patienten adäquat berücksichtigen lernen
  • die komplexen Organisationsstrukturen der Patientenversorgung in einem Krankenhaus, gegebenenfalls auch in einer allgemeinmedizinischen Facharztpraxis in ihren wesentlichen Aspekten kennen lernen
  • die Zusammenarbeit mit dem ärztlichen und nicht ärztlichen Personal einüben, den Stellenwert der Teamarbeit für die Betreuung der Patienten erkennen und sich in seine spätere Berufsrolle als Arzt bzw. Ärzten einfinden
  • die Formen, Erfordernisse und Probleme der Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens kennenlernen

 

Ausbildungsziele

Allgemeine Fertigkeiten

  • Erhebung und Bewertung der Anamnese
  • Körperliche Untersuchung
  • Erstellung einer Krankengeschichte mit Befunddokumentation und Dokumentation des Krankheitsverlaufs
  • Erlernen der Gesprächsführung mit Patienten und Angehörigen
  • Erstellung eines Diagnostikplans
  • Erstellung eines Therapieplans
  • Indikationsstellung zu und Teilnahme an schwierigen und aufwändigen diagnostischen Eingriffen
  • Einschätzung und Bewertung der Ergebnisse klinisch - chemischer und hämatologischer Untersuchungen
  • Indikationsstellung und Bewertung radiologischer Untersuchungen
  • Erstellung von Diagnose und Differenzialdiagnosen
  • Anwendungen präventiver, insbesondere krankenhaushygienisch relevanter Maßnahmen
  • Teilnahme an Stationsvisiten, Konsiliarbesprechungen und Kurvenvisiten
  • Teilnahme an Fallbesprechungen, Kolloquien, Befundauswertungen und Demonstrationen (einschließlich Teilnahme an Obduktionsdemonstrationen und klinisch-pathologischen Konferenzen)
  • Patienten – Vorstellung bei Visiten, Röntgendemonstrationen und Konferenzen
  • Fallvorstellungen bei Seminaren für Studierende im Praktischen Jahr
  • Erstellung von Befundberichten, Epikrisen, Kurzarztbriefen und Arztbriefen sowie einfachen gutachterlichen Bescheinigungen
  • Teilnahme an Wochenend-, Feiertags- und Nachtdiensten unter Aufsicht des diensthabenden Arztes/Ärztin
  • Erlernen der Technik der Blutentnahme, der intravenösen Injektion, Infusion und Transfusion (Punktion peripheren Venen und Blutabnahme mit üblichen Systemen, Kapillarenblutentnahme mit Blutgasanalyse und Blutzuckerbestimmung, Anlegen von Blutkulturen, Legen von peripheren Venenkathetern)
  • Gewinnung von weiteren Proben für die Diagnostik und Durchführung einfacher diagnostischer Tests (Gewinnung von Sputum, Gewinnung von Magensaft einschließlich Anlage einer Magensonde, Gewinnung von Harnproben einschließlich Blasenkatheteranlage, Gewinnung von Abstrichen, Durchführung chemischer Laboruntersuchungen zum Beispiel mittels Stäbchen in Blut und Urin, Durchführung von fäkalen okkulten Bluttests)
  • Erwerb von Kenntnissen zu rechtlichen Aspekten (Aufklärungspflicht, Beratungspflicht) und ethischen Aspekten ärztlichen Handelns (Schmerztherapie, Palliativtherapie, Hilfe im Sterbeprozess)
  • Aspekte der Verordnungsfähigkeit und Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln in Abhängigkeit von Kostenträgern und evidenzbasierten Kriterien
  • Verordnung und Verfügbarkeit von nicht medikamentösen Therapieleistungen (zum Beispiel Physiotherapie, Hilfsmittel etc.)
  • Erwerb von theoretischen und praktischen Kenntnissen im Sozialversicherungsrecht und Rehabilitationswesen einschließlich Wissen über Begutachtungen und Kostenträger