Praktisches Jahr | Wahlfächer

  • Anästhesiologie
  • 1. Operationsabteilung (mindestens 8 Wochen)
  • 2. Intensivstation (mindestens 4 Wochen)
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Dermatologie und Venerologie
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie
  • Neurochirurgie
  • Neurologie
  • Psychiatrie und Psychotherapie
  • Radiologie
  • Strahlentherapie

Folgend werden die Wahlfächer näher erläutert:

Anästhesiologie

  • Anästhesiologische Voruntersuchung (gebietsbezogene Anamnese, körperliche Untersuchung, Beurteilung von EKG, Röntgen-Thorax und Laborwerten, Bewertung von Vorerkrankungen und Einschätzung perioperativer Risiken, Wahl des Anästhesieverfahrens, Patientenaufklärung, Prämedikation)
  • Pharmakologie von Injektions- und Inhalationsanästhetika einschließlich Muskelrelaxanzien und Anästhesieadjuvanzien
  • Gefäßzugänge und Monitoring
  • Sicherung des Atemwegs, manuelle und maschinelle Beatmung
  • Grundlagen der Allgemein- und Regionalanästhesie
  • Komplikationen der Allgemein- und Regionalanästhesie
  • Spezielle Anästhesie bei ausgewählten Krankheitsbildern
  • Spezielle Anästhesie bei ausgewählten Operationen
  • Perioperative Versorgung (z. B. präoperative Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz, perioperative Infusionstherapie, Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen, intraoperative Wärmekonservierung, postoperative Schmerztherapie)
  • Grundlagen der Intensivmedizin (Analgosedierung, enterale und parenterale Ernährung, Prinzipien der intensivmedizinischen Behandlung der respiratorischen und zirkulatorischen Insuffizienz, Beatmungstechniken und Beatmungsentwöhnung, Interpretation arterieller und zentralvenöser Blutgasanalysen, kontinuierliche Nierenersatztherapie, intensivmedizinische Behandlung ausgewählter Krankheits­bilder, Intensivtransport)

Die Studierenden durchlaufen die folgenden Stationen und sollen dabei folgende Leistungen erbringen:

1. Operationsabteilung (mindestens 8 Wochen)

  • Mitwirkung bei der anästhesiologischen Voruntersuchung (Prämedikation)
  • Vorbereitung von Patienten für die Einleitung einer Allgemein- oder Regionalanästhesie
  • Mitwirkung bei der Durchführung von Allgemein- und Regionalanästhesien
  • Beatmung mittels Gesichtsmaske
  • Anwendung einer Larynxmaske, endotracheale Intubation
  • Manuelle und maschinelle Beatmung
  • Narkoseführung und -überwachung
  • Interpretation hämodynamischer und respiratorischer Überwachungsparameter einschließlich Blutgasanalysen
  • Perioperative Infusions- und Hämotherapie
  • Postoperative Überwachung im Aufwachraum
  • Perioperative Schmerztherapie

Dermatologie und Venerologie

  • Erlernen der Diagnostik und Therapie aller häufigen dermatologischen Krankheitsbilder
  • Erlernen der dermatologischen Anamneseerhebung, Befundbeschreibung und Untersuchungstechniken, z.B. der Dermatoskopie
  • Einblick in und Teilnahme an fachspezifischen diagnostischen Verfahren (Allergologie, Hautsonographie, Dermatohistologie, Immunfluroeszenzdiagnostik, Mykologie, Phlebologie / Lymphologie, Proktologie, fachspezifischen Serologie, Trichologie, UV-Testungen) und grundlegende Interpretation von Untersuchungsbefunden
  • Teilnahme an dermatologischen Operationen, Teilnahme an der ärztlichen Aufklärung vor dermatologischen Eingriffen, Vorbereitung des Patienten, Erlernen lokaler Anästhesieverfahren, Durchführung operationsbegleitender Maßnahmen, postoperative Versorgung
  • Erlernen der Grundstücke spezieller dermatologische Therapieverfahren (topische Therapie inklusive Verfahrenstechniken, Ulkustherapie, Lasertherapie, UV-Therapie inklusive topischer photodynamischer Therapie, topische Immuntherapie bei Alopecia areata, spezifischer Immuntherapie bei Hymenopterengiftallergie, Hyperhidrosetherapie, Therapieformen in der Dermatoonkologie)
  • Von einem Studierenden sind in dem Ausbildungsabschnitt vier Patienten eigenständig zu versorgen. Dies umfasst die im allgemeinen Teil genannten Inhalte sowie die Teilnahme an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen in speziellen Funktionseinheiten und Ambulanzen. In Ihrem Wahlfach Dermatologie sind Sie auf der Station 9 A und in der dermatologischen Ambulanz auf der EA aktiv

Leiter der Abteilung
Dr. Wagner, Telefon-Durchwahlen: -3273, -2803.

Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie

  • Grundlagen der Diagnostik und Therapie Mund-Kiefer-Gesichtschirurgischer Erkrankungen
  • Teilnahme an Mund- Kiefer-Gesichtschirurgischen Eingriffen (Dentoalveoläre nähere Eingriffe, Traumatologie, Tumor-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, Fehlbildungschirurgie)
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Notfalltherapie (Traumatologie, Infektionen, Verlegung der oberen Atemwege)
  • Einführung in die Zahnheilkunde unter spezifischer Berücksichtigung chirurgischer Erkrankungen

Von den Studierenden sind in dem Ausbildungsabschnitt fünf Patienten eigenständig unter Anleitung des betreuenden Arztes zu versorgen. Dies umfasst:

  • die im allgemeinen Teil genanten Inhalte,
  • die Erhebung des intraoralen Status gemeinsam mit dem betreuenden Arzt
  • und die Teilnahme am operativen Eingriff bei den versorgten Patienten.

Die Station der MKG-Klinik befindet sich auf der 4 B, die Ambulanz und der OP auf Ebene 2.

Chefarzt
Prof. Dr. Dr. Eckardt, Telefon-Durchwahl: -3716.

Neurologie

  • Diagnostische und therapeutische Lumbalpunktion
  • Indikationsstellung der klinisch-elektrophysiologischen Diagnostik und der neurochirurgischen Ultraschalldiagnostik
  • Neurologische Komadiagnostik
  • Grundzüge der fachspezifischen Intensivtherapie (insbesondere STROKE-UNIT)
  • Indikationsstellung zur neuroradiologischen Diagnostik
  • Indikationsstellung zur neurologischen Rehabilitationsbehandlung
  • Erwerbung von Kenntnissen über wichtige psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen und über Indikationen von spezifischen psychiatrischen und neuropsychologischen diagnostischen und therapeutischen Verfahren

Die Stationen der Neurologie sind die 11 A (mit STROKE-UNIT) und 11 C, weitere Patienten sind auf Satellitenstationen untergebracht. Der Funktionsbereich und das Sekretariat sind auf Ebene 2.

Chefarzt
Prof. Dr. Per Odin, Telefon-Druchwahl: -2732, Sekretariat (Frau Dagott) -3419

Psychiatrie und Psychotherapie

  • Psychiatrische Untersuchung
  • Diagnostik und Differentialdiagnostik psychischer Störungen, einschließlich der operationalisierten Diagnostik nach ICD 10
  • Psychiatrische Behandlungsplanung bei typischen Erkrankungen/Störungen (Demenz, Suchterkrankungen, affektive Störungen, Schizophrenie)
  • Indikation zur Psychotherapie
  • Grundzüge des Unterbringungsrechtes
  • Notfallpsychiatrie

Die Studierenden sollen weiterhin folgende Leistungen erbringen:

  • Aufnahmeuntersuchungen und deren Dokumentation
  • Behandlungsplanung für typische Krankheitsbilder unter Berücksichtigung eines biopsychosozialen Krankheitsmodells
  • Teilnahme an Teambesprechungen, Fallkonferenzen, Aufnahme-Besprechungen, ggf. Balint-Gruppe
  • Erstellung von Abschlussberichten für Patienten mit typischen Erkrankungen

Die Termine der Abteilungsfortbildung erfahren Sie vor Ort. Zur Psychiatrie gehören die Stationen 2 A, 2 B, 1 und EB sowie die psychiatrische Tagesklinik und die Institutsambulanz.

Chefarzt
Dr. Eikmeier, Telefon-Durchwahl: -3400

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

  • Teilnahme an vaginalen, abdominalen und laparoskopischen Operationen
  • Durchführung einer gynäkologischen Untersuchung
  • Teilnahme an Untersuchungen in der Funktionsdiagnostik (Endoskopie, gynäkologische Sonographie, Urodynamik)
  • Prinzipien der Gynäko-onkologischen Therapie
  • Teilnahme an Geburten (vaginale Geburten oder Schnittentbindungen)
  • Teilnahme an Untersuchungen in der pränatale Diagnostik (weiterführende fetale Sonographie, Amniozentese)

Von den Studierenden sind in dem Ausbildungsabschnitt vier Patienten eigenständig unter Anleitung des betreuenden Arztes zu versorgen. Dies umfasst:

  • die im allgemeinen Teil genanten Inhalte
  • und die Teilnahme am operativen Eingriff bei den versorgten Patienten.

Die Stationen der Gynäkologischen Klinik sind die 4A und 4 C, die onkologische Tagesklinik ist auf der 6 B, OP, Kreißsaal und Ambulanz auf Ebene 2.

Chefarzt
Prof. Dr. Friedmann, Telefon-Druchwahl: -3251

2. Intensivstation (mindestens 4 Wochen)

  • Erwerb der im allgemeinen Teil genannten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten
  • Aufnahme und/oder Transport von mindestens 5 beatmeten Patienten
  • Erstellung von Therapieplänen für mindestens 5 Patienten
  • Vorstellung von mindestens 5 Patienten mit intensivmedizinischer Komplexbehandlung bei den täglichen Visiten
  • Die Zentrale Operationsabteilung (ZOP), die interdisziplinäre operative Intensivstation 2 C, der Aufwachraum, die Prämedikationsräume und das Sekretariat des Instituts für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin befinden sich auf der Ebene 2.

Klinikleiter
N.N., Sekretariat: Frau Götten, Telefon-Durchwahl: -3268.

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

  • Vermittlung der Grundlagen zur Erkennung, Therapie, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen, Gehör- und Gleichgewichtsorgan sowie der oberen Luft- und Speisewege
  • Audiologische und neurootologische Diagnostik inklusive objektiver Testverfahren
  • Prinzipien der Versorgung HNO-ärztlicher Notfälle (insbesondere Epistaxis und Obstruktion der oberen Luftwege)
  • Allergologische Diagnostik und Therapie bei allergischen Erkrankungen der oberen Luftwege
  • Vermittlung der Grundlagen der Diagnostik und Therapie von Schluck-, Stimmen-, Sprech- und Sprachstörungen sowie Hörprüfungen bei Kindern

Von den Studierenden sind folgende Leistungen zu erbringen:

  • Mitwirkung bei HNO-ärztlichen Operationen
  • Darstellung des Krankheitsbildes von 10 Patienten mit Erhebung einer vollständigen im Krankenblatt zu dokumentierenden Anamnese, diagnostische Maßnahmen, Diagnosestellung sowie Therapiepläne
  • Erstellung eines vollständigen HNO-ärztlichen Untersuchungsstatus inklusive Ohrmikroskopie, Epipharyngoskopie, Laryngoskopie und Rhinoskopie (10 Patienten)
  • Erstellung und Befundung audiologischer Untersuchungen (mindestens Reintonaudiogramm) bei Hörgeschädigten (5 Patienten)
  • Assistenz bei neurootologische Untersuchungen (3 Patienten)
  • Betreuung von Patienten mit Tumoren der oberen Luft und Speisewege über mindestens zwei Wochen

OP und Station sind auf der 11 B untergebracht, die Ambulanz auf Ebene 2.

Chefarzt
Prof. Dr. Poser, Telefon-Druchwahl: -3387  

Neurochirurgie

  • Erlernen von Kenntnissen über diagnostische Verfahren und Therapie häufiger und seltener neurochirurgischer Krankheitsbilder des Kindes- und Erwachsenenalters
  • Erlernen der Grundprinzipien neurochirurgischer Eingriffe, einschließlich Verwendung des OP-Mikroskops bei mikrochirurgischen Eingriffen
  • Erlernen der Risiken und Grenzen neurochirurgischer operativer Eingriffe
  • Grundzüge der fachspezifischen neurochirurgischen und allgemeinen Intensivtherapie
  • Vertraut werden mit sterbenden Patienten, Begrenzung der Therapie, Angehörigengespräche, Feststellung des Hirntodes und Ablauf bei der Organspende
  • Interpretation neuroradiologischer Befunde
  • Diagnostische und therapeutische Lumbalpunktion

Die Stationen der Neurochirurgie sind die 6 A und 6 C, Operationssäle, Intensivstation, Ambulanz und Fachbereich Neurochirurgie des MVZ am Klinikum befinden sich auf Ebene 2.

Chefarzt
Dr. Mahlmann, Telefon-Durchwahl: -3417

Radiologie

Von dem Studierenden sind im Wahlfach Radiologie folgende Leistungen zu erbringen:

  • Überprüfung der Indikation, Durchführung und Befundung von Röntgenaufnahmen des Thorax (5 Patienten)
  • Überprüfung der Indikation, Durchführung und Befundung von Ultraschalluntersuchung des Abdomens (5 Patienten)
  • Assistenz bei mind. 10 interventionellen radiologischen Eingriffen
  • Darstellung des Krankheitsbildes von vier Patienten (Anamnese, Klinik, radiologische Befunde, Pathologie oder vergleichbares, Epikrisen)

Das Institut befindet sich auf der Ebene 1

Chefarzt
PD Dr. habil. Pfleiderer, Telefon-Durchwahl: -3230

Strahlentherapie

  • Grundlagen der Strahlentherapie und Strahlenchemotherapie
  • Medizinische und physikalische Grundprinzipien der Bestrahlungsplanung
  • Erstellung einer reproduzierbaren Behandlungspositionen, Verifikation
  • Mechanismen der Tumorkontrolle und Resistenzentwicklung unter Strahlentherapie
  • Räumliche und zeitliche Dosisverteilung, Fraktionierungskonzepte
  • Typische Risikostrukturen mit Toleranzdosen
  • Typische Akut und Spätreaktionen nach Radiatio und deren Behandlung

Von den Studierenden sind in dem Ausbildungsabschnitt fünf Patienten eigenständig unter Anleitung des betreuenden Arztes zu versorgen. Dies umfasst:

  • die oben genannten Inhalte, insbesondere
  • Erstellung eines Therapieplans
  • Planung der Bestrahlung (konventionell oder CT-Planung), Definition von Zielvolumen und Risikoorganen
  • Fall- bzw. Planvorstellungen in der Onkologischen Konferenz
  • Simulation des Bestrahlungsplanes
  • Ersteinstellung und Verifikation am Linear-Beschleuniger
  • Supportivmaßnahmen während der Radiatio

Zur Strahlentherapie gehört die Station 6 B und der Funktionstrakt auf Ebene E bzw. im Anbau.

Chefarzt
Prof. Dr. Aydin, Telefon-Durchwahl: -3210 oder -2700