Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Ein normales Herz schlägt in der Regel regelmäßig, etwa 60-100 mal pro Minute. Wenn das Herz aus dem Takt gerät, ist häufig Vorhofflimmern die Ursache. Die häufigste bedeutsame Herzrhythmusstörung in Deutschland ist das Vorhofflimmern. Über 1 Millionen Menschen sind allein in Deutschland betroffen. In der Klinik für Kardiologie, Nephrologie, Dialyse des Klinikum Bremerhavens wurden im Jahr 2015 insgesamt ca. 1000 Patienten mit Vorhofflimmern betreut. Es wurden 2015 insgesamt ca. 100 elektrische Kardioversionen durchgeführt.

Als Symptome bemerken viele Patienten einen plötzlichen Leistungsknick mit Müdigkeit, unregelmäßigem Herzschlag und Luftnot. Das meist begleitende Herzrasen bemerkt etwa 1/3 der Patienten nicht. Anders als beim Kammerflimmern besteht durch diese Rhythmusstörungen zwar kein unmittelbares Risiko für den plötzlichen Herztod, das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist bei Vorhofflimmern jedoch hoch.

Das Vorhofflimmern gehört zu den Rhythmusstörungen, die in den Vorkammern entstehen (atriale Rhythmusstörungen). Dabei werden die regelmäßigen Impulse des Sinusknotens durch arrhythmische, chaotisch kreisende Erregungen gestört. Die Vorhöfe schlagen (kontrahieren) dadurch nicht mehr rhythmisch sondern „flimmern“. Da nicht jede Flimmer-Welle auf die Hauptkammer übergeleitet wird, entsteht ein unregelmäßiger Rhythmus, den die meisten Patienten als Herzstolpern wahrnehmen. Es wird zwischen folgenden Typen des Vorholffl immerns unterschieden: Paroxysmales Vorhofflimmern, Persistierendes Vorhofflimmern, Lang anhaltend persistierendes Vorhofflimmern, Permanentes Vorhofflimmern.

Diagnostik des Vorhoffl immerns: Standard-EKG Untersuchungen, 24h-/ Holter-EKG, transthorakale Echokardiographie (ECHO). Zu den weiterführenden Untersuchungen zählen u.a. labordiagnostische Blutuntersuchungen, Abklärung sonstiger kardiologischer Erkrankungen (Belastungs-EKG, 6 min Geh-Test), Röntgen-Untersuchung der Lunge und der Lungengefäße, Einsatz von Event-Rekordern, transösophageale Echokardiographie (Suche nach mögl. Blutgerinnseln). In manchen Fällen ist auch eine Herzkatheteruntersuchung oder elektrophysiologische Untersuchung erforderlich.

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